Erst gefeuert, nun gefeiert. Peter Böhling, alias Bulo, gelernter Redakteur und leidenschaftlicher Karikaturist, taucht gerade als Produzent eines Kinofilms auf. Wie geht das denn?

Karriere? Irgendwie war alles anders geplant. Böhling verdiente erste Meriten als Medien-Redakteur der Zeitschrift wuv. Für das Magazin produzierte er auch den Comic „Herr Scheffe“. Bis zum Cut 2003: Der Redakteur fällt ins Kündigungsprogramm des Süddeutschen Verlags (SV). Immerhin gab´s vor Gericht eine Abfindung.

Mit dem ebenfalls mit SV-Hausverbot versehenen Kollegen Daniel Häuser gründete Peter Böhling das Medien-People-Magazin Clap. 12 Jahre journalistische Lichtblicke aus München. Aber kein Millionen-Objekt.

Böhling, alias Bulo, wollte mehr. Als Karikaturist und Buchautor widmete er sich den Big Names. Unter seiner spitzen Feder landen u.a. Sandra Maischberger, Jan Böhmermann, Gabor Steingart, Dunja Hayali und Hubert Burda. Kollege Peter Turi lobt ihn als „Schelm unter der Narrenkappe“.
„Film ist irgendwie geiler“
„Print wird mir immer am Herzen liegen“, sagt Peter Böhling, „aber Film ist doch irgendwie geiler.“ Mit Markus von Luttitz gründet er die Garry Glotz GmbH, produziert Musikvideos und Zeichentrick. Nix Spielberg, nix Hollywood, aber neue Perspektiven.

Die erreichen schließlich die Kinosäle. Das Duo Böhling/von Luttitz ist 2024 an der Produktion des Spielfilms „Zweigstelle“ beteiligt. Der Streifen unter der Regie von Julius Grimm ist ein überraschender Newcomer-Erfolg. Premiere im Sommer 2025 beim Münchner Filmfest. Anschließend kommen über 115.000 Kinozuschauer.

Gerade ist der 2. Kinofilm der München Co-Produzenten abgedreht: „Niemandsland“ unter der Hauptproduktion von Emerge & See. Mit Eidin Jalali, Lara Reith und Klaus Steinbacher vielversprechende Jungstars in den Hauptrollen. Es geht um einen Staat, der seine Bürger drangsaliert. Premiere im Herbst.
Spannend, interessant, neu – wie immer, wenn´s „made is by Peter Böhling“.

