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Peter Ehm

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So machen Kiter Marketing

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In Südtirol hat sich innerhalb kurzer Zeit ein Kiter-Hotspot entwickelt. Einziges Werbetool: Geheimtipp-Marketing.

Exklusiv & ein bissel kalt: Das neue Kiter-Dorado am Reschensee

Die Zielgruppe der Kitesurfer ist Ü30, gutverdienend und weltreisend. Rhodos, das spanische Tarifa, Kapstadt, Mauritius oder El Gouna in Ägypten sind beliebte Ziele. Doch Corona hat den bayerischen Sportlern viel Wind aus den Segeln genommen. Und da kam plötzlich ein Geheimtipp gleich ums Eck: der Reschensee in Südtirol.

Traumstrand für Kiter in 1498 m Höhe: die Startwiese am Reschensee

Wundertüte Marketing: Bei den einen bleibt hohes Budget ohne Wirkung. Andere haben keine Kohle – und trotzdem läuft´s. So geschehen beim Kiterspot am Reschensee. Erfolgsrezept Geheimtipp-Marketing. Mund-zu-Mund-Propaganda, Facebook, Instagram – hier wirbt nur der Fan.

Der berühmte versunkene Kirchturm im Reschensee

Der Reschensee liegt nur 213 Kilometer von München entfernt, im Dreiländereck von Österreich, der Schweiz und Italien. 7 Kilometer lang und berühmt: Aus dem Lago di Resia ragt der Kirchturm von St. Katharina (Foto). Nur 200 Meter neben dem Turm beginnt das neue Dorado für die europäische Kite-Szene.

In Sichtweite der Kiter: der imposante Ortler (3.905m)

Die Kulisse rund um Startplatz im Gemeindegebiet Graun ist atemberaubend. Die XXL-Wiese wird von Zweitausendern eingerahmt. Vom schneebedeckten Ortler (3905m) weht eine steife Brise. Wer sein Board ins Wasser bringt hat einem Kilometer freie Bahn. Genügend Anlauf, um auf dem Tragflächenkiel (Foiler) vom Wasser abzuheben.

Am Gardasee (Foto) herrscht Hochbetrieb im Wasser. Am Reschensee gibt´s nur Kiter.

Der Wind kommt täglich zuverlässig und stark. Ähnlich wie am 230 Kilometer entfernten Gardasee. Nur: Auf dem Reschensee gibt es keine Stand-up-Paddler, Surfer oder Motorboote. Hier drehen nur die Kiter ihre Runden. Für die anderen Fun-Sportler ist der See vermutlich zu kalt (14 Grad).

„Gekitet wird eben nur im Langarm-Neopren“, sagt Luigi. Mit seiner Francesca ist der 33jährige Mailänder an den Reschensee gekommen. Übernachtet wird im 4-Sterne-Hotel „Eden“ in Reschen. Tagsüber fotografiert sie ihn beim Kiten, abends gibt´s zur Belohnung das 6-Gänge-Menü.

Zur Hochsaison im August sind bis zu 100 Kites am See aufgebaut. Und der Stausee auf 1498 Metern Meereshöhe ist das ganze Jahr über segelbar: Seit 2008 finden dort im Winter die Internationalen Deutschen Snowkitemeisterschaften statt.

Automarken und Promis als Ladenhüter

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Nie war sie so wertvoll wie heute: die Treue der Kunden. Aber es gibt Beziehungsprobleme. Das zeigt ein aktuelles „Liebesbarometer“ des Digitaldienstleistes Emarsys.

Emarsys, gegründet im Jahr 2000 in Wien, bietet eine Onlineplattform, die den Dialog zwischen Kundschaft und Marketing optimiert. Ihr „Omnichannel Customer Engagement“ machte die AG zum Marktführer mit 13 Standorten und 1.500 Kunden (u.a. Puma, C&A, Mediamarkt Saturn, Gerry Weber). Ende vergangenen Jahres kaufte SAP die Digi-AG – für bis zu einer Milliarde Euro, schätzte das Handelsblatt.

Autotreue mit wenigen PS: Bad News kurz vor der IAA

In diesen Branchen ist die Kundentreue am stärksten

Die Digi-Experten wissen also, wie der Kunde tickt. Zum aktuellen „Customer Loyalty Index“ ließ Emarsys im Mai 7000 Kunden befragen, darunter 1008 Deutsche im Alter zwischen 16 und über 55. Wie stark ist denn nun die Kundentreue in den verschiedenen Branchen? Das Chart oben zeigt: Audi, Daimler und Co. müssten stutzig werden. Das Gros der Kundschaft zieht ab, nur 15,2 Prozent sind ihrer Automarke treu.

Gute Noten für die selbständigen Händler (Chart oben) – wahrscheinlich bis auf die in der Münchner Fußgängerzone. Dort macht ja nun auch Kaut-Bullinger dicht. 36 % der Bevölkerung bleiben jedenfalls ihren Händlern treu. Und online? Emarsys hat herausgefunden, dass die Treue zum E-Commerce-Shop nur bei 15 % liegt. Das überrascht.

Treuefaktor CO2-neutral? Eher weniger

In der Mode ist die Vielfalt des Angebots für die Kundentreue entscheidend

Überraschungen auch im Bereich Mode und Accessoires (oben). „Rabatte, Aktionen und Prämien steigern die Kundentreue eher als dauerhaft niedrige Preise“, erklärte Emarsys-Manager Philip Nowak in München. Es muss sich also was tun im Handelsmarketing. Erstaunlich: Ethische Werte wie „keine Kinderarbeit“ oder „CO2-Neutralität“ sind nicht so wichtig für die Kundschaft. Das gilt auch beim Kauf von Technik, Einrichtung und Lebensmitteln (nur 13 %).  

Prost Kloppo: Der Erfolgstrainer ist Markenbotschafter von Erdinger – und auch für Adidas

Nächstes Kapitel: die Promis. Sie prosten, sie schwärmen, sie kassieren gutes Honorar. Aber wie beeinflusst ein Testimonial die Kundentreue? Antwort aus dem Emarsys-Index: Ziemlich wenig, nur 6,2 %. Stärkste Treuebindung zu einer Marke schafft die Weiterempfehlung (33,4 %).

Präsentierte den Customer Loyalty Index: Emarsys-Manager Philip Nowak

Und die weiteren „Treue-Punkte“, präsentiert von Philip Nowak:

• Der Kundenservice wird immer wichtiger. Wer unkomplizierte Rücksendung und Beratung anbietet, ist im Vorteil – und bringt die Rate der Weiterempfehlung in Schwung.

• Kundenkarten und Apps sind keine wirkungsvollen Treue-Tools.

• 68 % der Kunden lieben eine Marke.

Immerhin…

Frau Wagner lädt zum Open-Air

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Frisches Marketing bei den Bayreuther Festspielen: Erstmals in diesem Jahrhundert spielen die Musiker open-air. 20 Kilometer vom berühmten Festspielhaus entfernt gibt´s am Goldbergsee eine Wagner-Serenade mit Schampus & Menü.

Frisches Marketing, neue Location: Katharina Wagner; Leiterin Bayreuther Festspiele (Foto: Enrico Nawrath)

Veranstalter des Events ist Taff, ein 500 Personen starker Unterstützerkreis und so was wie die Marketing-Marke der Festspiele. „Ich freue mich, dass die Taff-Festspielnacht in dieser zauberhaften Kulisse eine Tradition wiederbelebt und außerdem das Publikum eine zusätzliche Gelegenheit bekommt, die Musik von Richard Wagner in einer heiteren Atmosphäre zu genießen oder vielleicht sogar zu entdecken“, sagt Festspiel-Chefin Katharina Wagner.

Idyllisch, romantisch, exklusiv: Am Goldbergsee gibt es am 15.8. ein “Best of Richard Wagner”.

Termin am Goldbergsee ist Sonntag, der 15. August 2021. Ab 18 Uhr präsentieren der musikalische Leiter Daniel Geiss und Regisseur José Cortes ein Best of Richard Wagner. Das Orchester: 45 Mitglieder des Bayreuther Festspielorchesters. Es singen Solisten der Festspiele – allen voran Startenor Klaus Florian Vogt.

Tickets incl. Menü kosten zwischen 190,- und 300,- €

Ein einmaliges Klassikerlebnis in idyllischer Natur – zwischen „der Fliegende Holländer“ und „Tannhäuser“ im Festspielhaus. Im Ticketpreis für den Goldbergsee (190,- bis 300,- €) ist ein Drei-Gänge-Menü enthalten. Ursprünglich sollte es sogar Gelegenheit für romantische Ufer-Picknicks geben. Geht aber nicht – Corona. Vielleicht nächstes Jahr. Bürgermeister Marc Benker: „In Kooperation mit Frau Wagner und den Gesundheitsbehörden haben wir jedenfalls für den 15. August ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet.“

Tickets für das Open-Air-Event gibt es nur online, unter www.taff-festspielnacht.de (keine Abendkasse).

Abschiedsgala für Münchner Turbo-Prof Dr. Anton Meyer

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Kann man einen hartgesottenen, international erfahrenen Uni-Prof zu Tränen rühren? Ja, bei seiner Abschiedsgala.  

Da war Prof. Meyer ganz ergriffen: Der Jubel-Chor des LMU-Marketings

Anlass der tiefen Emotionen war der Chor von Doktoranden, Absolventinnen und Assistenten, die ihre Laufbahn bei Prof. Meyer im LMU-Institut Marketing gestartet hatten. Zur Melodie von „FC Bayern – Stern des Südens“ packten die Akademiker eine Huldigung für ihren Professor. Da bebte fast das historische Palmenhaus im Nymphenburger Schlosspark.

Allein der Chor wäre viermal so groß gewesen. Aber: Es durften wegen Corona nur 100 Gäste feiern, alle brav mit Impfpässen o.ä. Aus ganz Deutschland kamen die Gratulanten und sagten servus (tschüss, etc.): Vorstände, wie Karsten Kühn (Hornbach), Marketing-Lichtgestalten wie Prof. Dr. Uwe Specht (Ex-Henkel) und Promi-Prof-Kollegen wie Armin Nassehi.  

2 x Promi-Prof: LMU-Soziologe Armin Nassehi (li.) mit Marketing-Chef Anton Meyer

Die Reden zum Abschied waren interessant (Nasssehi: „Ich schreibe am liebsten mit Montblanc.“), lobenswert (Prof. Specht: „Wir haben mit dem Toni das Kundenbarometer erfunden.“) und erstaunlich (Prof. Dr. Christian Blümelhuber: „Was ist die liebste Oase des Menschen? Es ist die Steueroase“).

Hippie-Prof Blümelhuber (Universität der Künste Berlin) war Doktorand bei Prof. Meyer und insgesamt elf Jahre am LMU-Institut

Kurzum: Es war eine kurzweilige und gelungene Verabschiedung von Prof. Meyer nach 28 Jahren am LMU-Institut für Marketing. Und dazu war der umtriebige Akademiker ja auch noch 41 Jahre im Vorstand der FGM, der Fördergesellschaft Marketing. Die FGM ist sowas wie die Marketing-Marke der Ludwig-Maximilians-Universität. Die FGM veranstaltet unter der Leitung von Turbo-Prof Meyer das alljährliche Münchner Marketing-Symposium. Im Kuratorium war und ist das Who-is-Who großer Firmen wie Nestlé, Siemens, R+V, Schwäbisch Hall, Atomic, O2, Audi, die Augsburger Aktienbank und Deutsche Bahn. Mit Kempertrautmann und Serviceplan (Florian Haller) sind derzeit sogar zwei Werbeagentur-Bosse im FGM-Führungszirkel.

A dabei (v.l.):Karsten Kühn (Hornbach), Dietmar Turocha (Ex-BSH) und Podcastpionier Alexander Wunschel (Nextperts)

Mit der Abschiedsgala für Prof. Meyer feierte die FGM übrigens auch gleich ihr 50-jähriges Bestehen. Kein Wunder, dass sich die Buffet-Tische bogen. Gut gelaunt in der Warteschlange gesichtet: Prof. Dr. Anja Tuschke, Prof. Dr. Manfred Schwaiger, Dekan Prof. Dr. Ingo Weller und Dr. Silke Bartsch. Zu Sauvignon Malvasia und Isola del Sole gab es Perlhuhnbrust mit Café de Paris Sauce, Filet vom gebratenen Saibling und Pfirsich-Tarte mit Vanilleeis.

Gala-Location Palmenhaus: Sogar der Himmel weinte beim Abschied

Was der prominente Marketing-Netzwerker und Buchautor in Zukunft machen wird? Fortsetzung folgt.

Sponsor-Check Tour de France: die Sieger, die Verlierer

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Es ist der längste Werbespot der Welt: die Tour, die drei Wochen Frankreich und den Radsport zeigt. Viel TV-Zeit, viele Emotionen – und die deutschen Marken?

Bis zum 18. Juli führt das Radrennen über insgesamt 3.383 Kilometer. Für 184 Fahrer eine Tortur mit Tempo 30 bis 100. Und was zeigen die deutschen Sponsoren? Eine Bilanz nach 10 Tagen:

Sieger im Alpecin-Trikot: Mathieu van der Poel

Überraschungssieger: Alpecin

Gefühlt 100 Jahre ist die Shampoo-Marke aus Bielefeld im Radsport unterwegs. Aber erst jetzt der große Showdown: Erstmals war Alpecin in Gelb! Vergessen die Horror-Spots „ich will meine Haare behalten“. Mathieu van der Poel trug sechs Tage das Führungstrikot mit dem roten Alpecin-Logo. Der holländische Crossweltmeister fährt im belgischen Team Alpecin-Fenix. Nach 8 Tagen war Dienstschluss für den Champ. Es ging in die Berge. Abreise.

Überraschungsverlierer: Bora-hansgrohe

Öfters von hinten zu sehen, wenig in der Spitze: das deutsche Team Bora-hansgrohe

Bora ist ein bayerischer Hersteller von Luxusküchen. Das Radteam allerdings blieb bei der Tour auf Sparflamme. Im TV-Bild immer nur so kurz zu sehen, dass Co-Sponsor hansgrohe kaum zu lesen war. Einziger Lichtblick: der Holländer Wilco Keldermann in den Top-Ten. Ansonsten Stimmung wie bei Jogi Löws Kickertruppe. Und zum Saisonende will angeblich 3fach-Weltmeister Peter Sagan das Küchenteam verlassen.

Bestes Profil: Continental

Der Reifenhersteller dekliniert sein Tour-Sponsoring durch alle Disziplinen

Das Dax-Unternehmen aus Hannover (Jahresumsatz 37,2 Mrd. €) ist seit Jahren Hauptsponsor der UCI und damit auch der Tour. Die Reifenexperten pflastern täglich Hunderte von Metern an Streckenbanden. Das gelb-schwarze Logo ist perfekt auf Zwischenzielen, Interviewwänden und bei der Siegerehrung platziert. TV-Präsenz im XXL-Format. Dazu: Print- und TV-Kampagne. Sponsoring mit Stolz, Leidenschaft – und Erfolg.

Der PS-Sieger: Skoda

Gut vernetzte Kampagne und immer in Rot: die Scoda-Flotte bei der Tour

Für die Tour stellt exklusiv die VW-Marke den  Fuhrpark. Skoda rollt oft durchs Bild: Begleitauto der führenden Radler, Jury-, Direktions- und Promi-Shuttle-Fahrzeug. Lange Bandenstrecken, Interviewwände, Floor-Graphics und eine emotionale TV-Kampagne runden die PS-starken Markenpräsenz ab.

Die Trikot-Kings: Lidl

Das Sieger-Interview mit Lidl am Ärmel: Mark Cavendish

Die Idee kam aus der belgischen Dependance, aber die ganze Lidl-Welt (8.000 Märkte) profitiert. Der Discounter ist Ärmel- und Hosensponsor beim Rennstall Deceuninck-Quick-Step. Seit 5 Jahren perfekt im TV-Bild: Fahrer liefern regelmäßig Siege und Titel.

Der süßeste Sieger: Haribo

Ist zwar nur „offizielle Förderer“, aber der Bonner Süßwarenspezialist entzückt jedes Jahr Hunderttausende von Livebesuchern. Haribo fährt in der Werbekarawane, die die Zuschauer lange vor den Radfahrern mit Giveaways bei Laune hält.

XXL-Stilleben, die per TV in die ganze Welt gehen: die Tour als Werbespot für Frankreich

VanMoof in Muc

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Neuer Schwung im Münchner Business: In der Innenstadt schließen die Läden, im Werkviertel eröffnet ein Shop der Skandal-E-Bike-Marke VanMoof.

Ein Screenshot aus dem verbotenen TV-Spot von VanMoof

Warum Skandal? Weil VanMoof 2020 einen TV-Spot zeigte, den die französischen Behörden schockiert verboten. Im Autolack spiegeln sich Industrieabgase, Staus und Notarzteinsätze. Dann zerfließt der Sportwagen. Es entsteht das futuristische VanMoof-Radldesign. Kreative Top-Kampagne. Deshalb gab´s von headline1.de den ComStar 2020 für VanMoof. 

Start im Werksviertel: Aufbau-Manager Samet (li.) und Filialleiter Quirin Schmidt

Nun also erstmals das Shopping-Live-Erlebnis der Hollandmarke im Werkviertel, gleich neben dem Riesenrad. Der Laden ist puristisch gestaltet. Im Fenster steht eine Gitterbox mit zwei Rädern, zwei Labtops auf dem Tresen. Oben im ersten Stock ist die Werkstatt. Und draußen, vor dem Laden, drängeln sich die Interessierten an den aufgestellten VanMoofs.

Future-Design mit Alarmanlage: VanMoof hat nur zwei E-Modelle a € 1998,-

Im Vergleich zur E-Bike-Konkurrenz ist VanMoof günstig: Es gibt nur zwei Modelle (S3 und X3) zum Preis von jeweils 1998,- Euro. Der USP des kantigen City-E-Bikes: der digitale Diebstahlschutz. Er wird, wie andere Funktionen, über das Handy gesteuert. Wer ein VanMoof stehlen will, löst einen nervigen Blink- und Sirenenalarm aus. Außerdem ist es ohne Entschlüsselung nicht fahrbar und wird über Geosystem überall geortet.

Keine Logos, keine Poster: die Clean-Shop-Performance der E-Biker in München

Neben den Flagship-Stores in aller Welt, sollen in Deutschland nun weitere Shops („Hubs“) eröffnet werden. Die Holland-Marke (eigene Produktion in Taiwan, 100 Millionen Euro Jahresumsatz) konzentriert sich im Marketing  neben Online- auf die Außen- und Plakatwerbung.

Adidas: Mit Chips und Charme in die Zukunft

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Frohe Ostern: Im April startet Adidas eine der größten Werbekampagnen seiner Geschichte. Der Claim: „Impossible is nothing.“

Lebenslust, Lebensfreude: Adidas will noch stärker in die weibliche Zielgruppe

Die internationale Werbeoffensive wurde am Rande der Bilanz- und Strategiepräsentation in Herzogenaurach bekannt. Erst gab´s den Schlussstrich unter das schlagzeilenreiche Adidas-Jahr 2020:

Plötzlich wieder Börsen-Liebling

Umsatz runter auf 19,8 Mrd. € (- 16%), Gewinn-Minus von knapp 80 % auf 429 Mios. Dann, nach 11 Uhr, schossen die Drei-Streifen-Aktien plötzlich nach oben (bis zu 10 %): CEO Kasper Rorsted packte die neue Strategie 2025 aus, „own the game“. Die kam an im Markt.

“Own the Game”: CEO Kasper Rorsted präsentierte seine 5-Jahres-Vision

Kühl, fast schon steril: Im Sweatshirt, Hoody oder einfach im Trainingsdress erklärten die Adidas-Vorstände ihre jeweiligen Pläne. Ein Video-Marathon, 4 Stunden lang.

Kauft Shaquille O´Neil Reebok?

Das 3 Mrd. € teuere Sorgenkind Reebok wird verkauft. Bis 2025 soll der Jahresumsatz jeweils zwischen 8 und 10 % steigen, der E-Commerce-Umsatz sich verdoppeln, die Aktionäre 8 bis 9 Mrd. € kassieren. Schöne Aussichten, ganz ohne Showeffekte.

1. Frau im Adidas-Vorstand: Amanda Rajkumar ist oberste Personalchefin

Viel auffallender im XXL-Video aus Herzogenaurach: Das Adidas-Management ist weiblicher geworden und darf gleich groß ins Bild. Nach Rorsted referierte Amanda Rajkumar, die Neue im Vorstand für Personal. Vicky Free ist neue Marketingchefin, Aimee Arama leitet den Bereich Training, Carla Murphy das Ressort Outdoor.

Gehört zu den Adidas-Superstars: Lionel Messi mit der argentinischen Nationalteam

Kein Glitzer, kein Glamour, kein Schaulauf der Promis bei der Zukunftspräsentation von Adidas. Heißt aber nicht, dass Adidas-Botschafter wie Beyoncé, Pharrell Wlilliams, Messi, Kloppo oder Müller ab sofort Pause haben. „Im Gegenteil, Lifestyle und seine Protagonisten sind für uns der größte Wachstumsmarkt“, sagte Brian Grevy, der neue Vorstand „Global Brands“.

War CEO bei Gant: Brian Grevy, neuer Vorstand Global Brands

Seit zwei Monaten im Amt hat der Ex-CEO von Gant die Markenarchitektur von Adidas gleich um die dritte Säule „Sportswear“ erweitert.

Die neue Markenarchitektur: Sportswear als eigenes Ressort

Gleichzeitig laufen in Grevys Ressort die Vorbereitungen zum großen Werbe-Showdown. Im April startet „impossible is nothing“. Die Kampagne mit mehrstelligem Millionenbudget soll als Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft verstanden werden. So war 2003 Muhammad Ali das Testimonial der Adidas-Kampagne unter gleichem Titel.

Bis 2025 sollen 9 von 10 Adidas-Produkten nachhaltig sein

Nun will Adidas mit modernem Storyansatz die Menschen auf die neuen  Möglichkeiten aufmerksam machen, die sich überall und jederzeit bieten. Gesundheit, Nachhaltigkeit, Fairness und Leistung sind die neuen alten DNA-Attribute der Sportmarke. Nur eben digitaler und weiblicher als jemals zuvor. Adidas mit mehr Chips – und mehr Charme!

Let´s do it: Nothing is impossible

Taittinger und andere Best Brands bei Serviceplan

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Echt visionär: 10 Monate vor dem Jahreswechsel hat Serviceplan schon jetzt die Markensieger 2021 verkündet. Nicht im Bayerischen Hof, sondern nur virtuell.

Der Best-Brands-Award im Bayerischen Hof ist ein alljährlicher Top-Termin für die deutsche Medien- und Marketingbranche. Einer der wenigen in München. Selbst das Fachblatt wuv schickte, trotz Reisebeschränkungen, sonst seine Spitzenkräfte zur Gala in die Innenstadt.

Serviceplan-Chef Florian Haller: So präsentierte er sich kürzlich in der Hauszeitschrift “twelve”

Nun sparten alle die Reisekosten und guckten dafür in die Rechner. Die virtuelle Markenshow, produziert bei Seven One, verfolgten 800 Gäste. Und das sind die ermittelten Siegermarken 2021: Bosch Power Tools, Alnatura, Samsung und Amazon.

Sponsoring wie beim FC Bayern

Kommandeur des Events ist Florian Haller, CEO Serviceplan Group. Seine Agentur hat mit der GfK, Seven One, dem Markenverband, WirtschaftsWoche, Zeit, RMS Radio und Media Impact namhafte Gold-Sponsoren akquiriert, die zum Teil schon seit 18 Jahren mit an Bord sind.

Neu und eifrig: Gala-Moderatorin Katrin Bauernfeind

Der cleverste Sponsor: die Champagner-Marke Taittinger. Die Franzosen waren zwar nur als Partner der abendlichen Preisverleihung aufgeführt – mussten aber dafür auch nicht 500 Gäste live im Bayerischen Hof versorgen, sondern nur das virtuelle Backoffice.

Den Best-Brand-Kubus gab´s für die Sieger aus 10.000 GfK-Befragungen

Das Tuschelthema des Tages: BMW. Der Serviceplan-Stammkunde hatte vor der Agenturshow für ein „Beben in der Agenturszene“ (FAS) gesorgt. Die Autobauer wollen mit der Hamburger Kreativagentur Jung von Matt und Experience One ab 1. April die gesamte Marken- und Unternehmenskommunikation zusammenführen.

BMW und das “Agenturbeben”

Serviceplan ausgebremst von BMW? Nein! Denn erst im September hatte die Münchner Agentur im Verbund mit Berylis und Mediamonks einen BMW-Marketingetat von geschätzten 100 Mio Euros gewonnen.

Amazon-Chef Ralf Kleber: Sieger als Marke und als Performer

Beste Siegerperformance der Video-Gala: Ralf Kleber, der Deutschlandchef von Amazon. Mit Schwung und Herzblut an die Spitze. Seit fast 22 Jahren an Bord bringt er die Amazon-Philosophie in wenigen Sätzen glaubhaft auf den Punkt („Invent and simplify“, „walk the store“). Ein Sieger mit Sendebewusstsein.

Digitaler Großauftritt für Serviceplan auf dem Gelände von Seven-One

Der geheime Gewinner: Adidas. Im vergangenen Jahr noch auf 1, rutschte die Sportmarke nun auf Platz 8 (immerhin vor Coca Cola). Allerdings beweist dies auch, dass die Drei-Streifen-Marke trotz Mietskandal und verschobenen Großevents bei den Konsumenten immer noch hoch im Kurs steht.
Der größte Gewinner: Serviceplan. Seit 18 Jahren best performance bei den Best Brands.

Das Geheimnis von Chopper – nach 39 Jahren gelüftet

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Mit Geistern fängt man Menschen! So war das im Februar 1982. Das Chopper-Fieber wurde zum Medienhype. Ausgelöst von mir und der Abendzeitung. Das Geständnis.

Um den Chopper-Wahn zu verstehen, ein Schwenk in die damalige Medienlandschaft, genauer zur Markenpositionierung der Münchner AZ: Parallel zum Aufstieg der Stadt hatte sich die Zeitung zum relevanten Meinungsführer entwickelt.

Wilde Zeiten in München: Das Verfahren wurde später gegen Geldauflage eingestellt

Das Reich von Franz Josef Strauß hatte magische Anziehungskraft. München mit seinen fünf Tageszeitungen war die Glitzer-Hauptstadt – und die AZ die Queen of Boulevard. Es galt: Nur wer reinkommt, ist drin. Kein RTL (kam erst 1984), kein Internet. Dafür Michael Graeter („Baby Schimmerlos“), Sigi Sommer (Blasius) und viele andere Top-Journalisten.

Boulevard-Story weißblau: Ein USP der Abendzeitung, damals

Ich war 27, Polizeireporter und wie die anderen Jung-Kollegen Andreas Petzold (später Stern-Chef) und Frank Plasberg („Hart aber fair“) täglich schwer am Ranschaffen. Meine Spezialität, die sogenannten Räuberpistolen aus meinem bayerischen Info-Netzwerk: Dackeltragödien, Schlägereien unter Totengräbern, Ärger mit Lederhosen, etc.

Februar 1982: die damals 17jährige Claudia mit AZ-Reporter Peter Ehm

Am 11. Februar 1982 meldete mein Kollege Günter Schießl (die Woche, Regensburg) mal wieder eine solche Soft-Story. Ich war hin und weg. Am anderen Tag meldete die AZ: „Wissenschaftler ratlos: Geisterstimme verfolgt Zahnarzt! Seit elf Monaten Psychoterror – Polizei ermittelt.“

Alle Fotos exklusiv bei der AZ

Ein Zahnarzt, 55, seine Patienten, die 17jährige Helferin und die Zahnarztfrau waren immer wieder von einer unheimlichen Geisterstimme beschimpft worden. Die passenden Fotos hatten wir von Horst Hanske (die Woche) – exklusiv.

Gleich in der Nacht meldeten sich telefonisch Leser mit einer Erklärung für das Phänomen. Das Echo war jedenfalls riesig. Die anderen Münchner Zeitungen hatten meine Geschichte „übernommen“.  Nun galt es den Vorsprung zu halten. Das Ergebnis war die Headline vom Montag, 14.2.82: „Geist gab sich zu erkennen: Mein Name ist Chopper!“

Start frei für einen internationalen Medienhype: Der Geist hat einen Namen

Was ich damals nicht wusste: Chopper ist ein recht zwielichtiger, geheimnisvoller Begriff. Er gilt u.a. für Geköpfte, die irgendwie nicht zur Ruhe kommen können. Er bezeichnet aber auch Hightech-Hubschrauber und Motorräder.

Chopper oder Tschopperl?

Den Geisternamen hatte mir Claudia am Telefon verraten. So hatte ich sie jedenfalls verstanden. Chopper, englisch, Easy-Rider und so. Erst viel später merkte ich, dass die 17jährige Helferin den Begriff wahrscheinlich gar nicht kannte. Sie war zwar schlagfertig und antwortete auf meine Frage nach dem Namen. Aber vermutlich nannte sie nicht das englische Wort, sondern den phonetischen Zwillingsbegriff und der heißt Tschopperl. So nennt man im Regensburger Outback einen Tollpatsch.

Jeden Tag frische Geister-News: Egal ob Nachrichtensperre oder nicht

Egal, ich berichtete ab besagtem Montag jeden Tag von der immer größeren Chopper-Front: Highttech-Fans gegen Psi-Apostel. Die Post gegen Chopper. Die Landespolizei gegen die Kripo. Dazu die AZ-Leser mit immer neuen Theorien. Der AZ-Tagesverkauf stieg um bis zu 50.000 Exemplare (normale Auflage 250.000, Wochenende 320.000).

Der Geist aufm Anrufbeantworter: Da brach in München das Telefonnetz zusammen

Bestseller Chopper. Spiegel, Stern, alle Tageszeitungen, Fernsehen, Radio, die BBC, die amerikanische Newsweek, die Times of India – die ganze Welt war im Bann von Geist aus der Zahnarztpraxis. Eine AZ-Telefonaktion mit der Geisterstimme auf Anrufbeantworter ließ das Münchner Telefonnetz zusammenbrechen.  Eindringlichst bat uns die Post um sofortige Abschaltung – nach 15 Minuten Laufzeit. Nur Thomas Gottschalk bekam den Sound vom Tonband fürs Radio.

Gruseliges Ende nach 29 Tagen

29 Tage lang dauerte der Spuk. Bis zum 9. Marz 1982. Als Chopper-Stimmen wurden nämlich der Zahnarzt selbst, seine Frau und Claudia entlarvt. Kein Hightech, keine Außerirdischen. Die Auflösung der XXL-Geisterstunde war medial enttäuschend. Kein Märchen-Happyend.

Kann ein Geist ewig leben?

Stand heute: Das Ehepaar ist verstorben, Claudia spurlos verschwunden. Doch Chopper spukt immer noch durch die Köpfe. Der Hamburger Romeo Grünfelder will einen Film über das Phänomen produzieren. Die Zeitschrift MUH will den Chopper in der kommenden Ausgabe nochmal aufleben lassen. Happy birthday zum 39.

Bleibt die Frage, ob ein solches Medienspektakel heute, nach 39 Jahren, noch einmal möglich wäre? Wie bitte? Unmöglich? Vorsicht! Nicht zu früh abwinken. Lesen Sie in der nächsten Ausgabe von headline1.de 5 Gründe, warum sich ein solcher Hype jederzeit wiederkommen kann…

Eine Ski-WM in Garmisch und wo sind 282 Mio Pisten-Chinesen?

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Was die Streif im Skisport, ist fürs Wintermarketing der „Mountain Peak“ von Marcus Höfl. Ein Insider-Treff für Macher mit exklusiven News.

Das Meeting von Wirtschafts-, Marketing- und Medienleuten in Kitzbühel, kurz vorm Wochenende auf der Streif, gehört mittlerweile zur Tradition im Skizirkus. Als Veranstalter zeichnet Marcus Höfl verantwortlich, der seit 20 Jahren von Kitz aus die Fäden im internationalen Sponsoring zieht.

Organisator Marcus Höfl (sorry, ist natürlich rechts) mit Ehefrau Maria und Adidas-Com-Chef Jan Runau

„Wir sind keine Agentur. Wir vermitteln nicht, sondern wir gestalten“, sagt der gebürtige Herzogenauracher über seine MHM Majors. Mit dieser Philosophie hat er sich ein XXL-Netzwerk aufgebaut – von der Bundesliga (mit Hermes), über den Motorsport (für Lenovo), bis hin zu den Medien (Bild) und dem Wintersport. Die Riege der Schnee-Manager ist deshalb gern zur Stelle, wenn Höfl zum Mountain Peak Summit ruft. Dieses Mal nur digital (Foto), aber nicht weniger spannend.

 

So erklärte Ex-Rennfahrer und OK-Mitglied Fritz Dopfer, er wünsche sich eine Ski WM-Bewerbung 2027 für Garmisch. Trotz WM-Ablehnung für 2025: „Mit dem DSV, der Marktgemeinde und dem Skiclub Garmisch-Partenkirchen im Schulterschluss wäre das ein gutes Signal.“

Deutsche Ski-WM 2027?

Digital kam der Mountain Peak Summit in diesem Jahr

FIS-Marketing Direktor Jürg Capol räumte das Holpern der Wintersport-Missionierung in China ein. 300 Millionen neue Schneesportler hatte sich die FIS vorgenommen. Laut Capol sind es derzeit nur 18 Mios. Aber die aktuelle Skisaison sei in der TV-Vermarktung zufriedenstellend: „Wir konnten liefern, wie durften veranstalten. Die Quoten sind gut.“

Einer dieser Quotenknüller sind die Hahnenkamm-Rennen (22.–24.1.). Sonst kommen bis 70.000 Fans zur Rennwoche nach Kitzbühel. Diesmal: keine Zuschauer. Corona.

Von Audi bis zum ORF: die Sponsoren blieben der Streif treu

Allein für die Rennfahrer und den Begleittross durften die Hotels für eine Woche öffnen. „Ein großes Verlustgeschäft für uns“, so Dr. Christian Harisch, Hotelier und Obmann Kitzbühel Tourismus. Aber das sei man der Marke schuldig. Harti Weirather, der Chefvermarkter der Rennen, hatte den einstigen Sauf- und Prolltermin in einen edlen Promi-Schaulauf verwandelt – und für gute Gewinne in ganz Kitzbühel gesorgt. Jetzt könne man sich revanchieren“, so Harisch. Aber ein zweites Corona-Kitz sei wohl nicht möglich.

Sponsor BKW wird Stromsparer

Über ein richtungsweisendes Öko-Projekt berichtete Walter Reusser, Alpin-Direktor, Swiss Ski. Zusammen mit Sponsor BKW, dem Berner Energiekonzern, berate man Schweizer Skigebiete in Sachen Stromeffizienz. Ziel sei es, dass der footprint eines Weltcuprennens gleich Null ist.

Schöne Aussichten! Saubere Perspektiven… verbunden mit der Hoffnung, dass das Höfl-Summit 2022 wieder mit Catering und Drinks im Zielraum der Streif stattfindet.

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