4 Best Brands und 500 Promis

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Elegant, aufregend und überraschend: Die 23. Best Brands Gala der Münchner XXL-Agentur Serviceplan. Auf der Bühne im Bayerischen Hof: die 4 besten Marken des Jahres. Im Auditorium: 500 Promis, alles Personal Brands und selbsternannte „Eigenmarken“, die sich in Position warfen.

4 Siegermarken auf der Bühne (v.l.): Marina Mogus (Adidas), Evelyne de Leersnyder (Coca Cola), Enita Ramaj (Ikea) und Mario Winter (Samsung)

Coca-Cola, Ikea, Adidas und Samsung sind die vier ausgezeichneten Marken des Jahres. Wobei sich das Siegerfoto für diese Saison besonders attraktiv zeigt. Mit Marina Mogus (Adidas), Evelyne de Leersnyder (Coca Cola), Enita Ramaj (Ikea) haben drei Marketing-Ladies die Mehrheit auf der Bühne. Für die Kür hatte sich Mario Winter vom Smart Technology-Sieger Samsung, extra neue Sneakers zugelegt. Aber das stylische Schlängel-Tattoo am rechten Fuß von Ikea-Managerin Ramaj brachte irgendwie mehr Aufmerksamkeit.

Überraschend locker: Ex-Finanzminister Christian Lindner

Ein Star des Abends: Ex-Finanzminister Christian Lindner und seine Keynote zur Resilienz. Aber es ging zunächst um ganz was anderes. Lindner launig: „Ich sehe diesen Beitrag auch als eine Form meiner persönlichen Resozialisierung.“ In freier Rede zündete der aktuelle Autoland AG-Vorstand ein Feuerwerk über Glaubwürdigkeit, Krisen und Chancen. Auf die Frage von Rainer Esser (Aufsichtsrat die Zeit) nach einem Fehler, meinte der Ex-FDP-Chef, er hätte als Finanzminister schon früher zurücktreten können.

Gastgeber und Best Brands-Erfinder: Florian Haller, CEO Serviceplan Group

Die Münchner Best Brands-Gala ist für alle Markenmacher und Marketing-Chefs ein Must. Seit 23 Jahren. Gast- und Ideengeber Florian Haller, CEO von Serviceplan, wurde damit selbst zu einer Best Brand.

Festliche Stimmung im Kuppelsaal des Bayerischen Hofs

Die alljährliche Titelvergabe ist das Ergebnis einer repräsentativen NIQ-Studie, bei der sowohl wirtschaftliche als auch emotionale Erfolge von Marken bewertet werden. Diesmal auf der Shortlist: 40 Marken – von Amazon, Alnatura und Apple, bis North Face, Oral-B und Miele.

Erster großer Auftritt des neuen CEO von Pro7Sat1: Nicola Lussana (r.) mit Serviceplan-Manager Florian von Hornstein

Wer ist neu beim Fest? Wer ist weg? Die Best Brands gleichen einem Klassentreffen der Branche. So nutzte Nicola Lussana, der neue CEO von Pro7Sat1, den Event zum ersten großen Öffentlichkeitsauftritt. Der TV-Manager aus dem Reich von Pier Silvio Berlusconi ist komplett mit der Familie von Italien nach München übersiedelt, nimmt täglich Deutschstunden.

Holten den Titel nach Herzogenaurach: die beiden Adidas-Manager Oliver Brüggen und Marina Mogus

Neu in Gala-München war auch Marina Mogus, die Geschäftsführerin von Adidas-Zentraleuropa. Zur Verstärkung brachte sie PR-Direktor Oliver Brüggen mit. Passend zum Award startete Adidas übrigens die aktuelle Superstar-Kampagne u.a. mit Samuel L. Jackson, Kendall Jenner und Baby Keem.

Gute Freunde: Alex Schill (Serviceplan) und Karsten Kühn (Hornbach)

Bei Roastbeef, Wolfsbarsch und „Rotem Bodenschatz“ (Cuvee Rot, St. Antony, 2022) amüsierten sich Alexander Schill, oberster Kreativ-Chef von Serviceplan und Karsten Kühn, der vielfach ausgezeichnete Markentingvorstand von Hornbach. Trotz Pollenattacken zeigte sich Kühn gesprächs- und konditionsstark.

Allemallachen (v.l.): Rainer Esser (die Zeit) fotografiert sich mit Leon Goretzka (FC Bayern), Tommi Schmitt (Moderator) sowie Weltmeister und Buchautor Christoph Kramer

Fußballweltmeister Christoph Kramer, Fast-Weltmeister Leon Goretzka (musste 2014 aus dem Kader) sowie Moderator Tommi Schmitt sollten auf der Bühne den Sport-Talk des Abends liefern. Aber das war leicht schwerfällig. Im Partygetümmel zeigte sich das Trio spielfreudiger.

Münchner Marken-Macher (v.l.): Wiesn-Gastronom Michael Schottenhamel mit Innegrit Volkharth (Bayerischer Hof) und Ronald Focken (Serviceplan)

Einen Hauch von Schumi-Formel1 brachte Top-Manager Peter Falke in die Best Brands. Der Ehrenpräsident des deutschen Markenverbandes ließ jedem Gast ein paar Premium-Socken schenken – und erinnerte damit an das frühere Formel1-Sponsoring von Falke (bei Williams) mit den dazugehörenden Festivitäten.

Schreiben und wissen fast alles über Medien, Marketing und Agenturen: Bärbel Egli-Unckrich (Campaign) und Rupert Sommer (Meedia)

Michael Graeter, der Unkaputtbar-Kolumnist der AZ war nicht im Saal. Er bereitet sich mental auf einen Sitz im Münchner Stadtrat vor. Dafür stand die Fachjournalie fesch gekleidet an der Bar: Bärbel Egli-Unckrich, Chefredakteurin von Campaign Germany, Rupert Sommer, der Multischreiber von Meedia, Rolf Schröter, seit 5 Jahren Chef bei wuv, Jochen Kalka, Geschäftsführer von Schoesslers und bald wieder Chefredakteur sowie der redaktionelle Comm-Branchen-Aufmischer Peter Turi. Nicht entdeckt: New Business-Verleger Peter Strahlendorf und Horizont-Dirigent Markus Gotta.

Comeback in der Münchner Gala-Szene: Steven Althaus (r., Unternehmensgruppe Grenzebach) mit Florian Resinger (BMW)

NIQ, Seven.One Media, Wirtschaftswoche, Die Zeit, RMS und WallDecaux – die Liste der Best Brands-Sponsoren ist viel länger. Und vielleicht kommt 2027 der internationale Anlagen- und Maschinenbauer Grenzebach dazu. Im Chefsessel der Unternehmensgruppe sitzt dort nämlich Steven Althaus. Der Münchner war und ist ein Marken-Macher. Ex-CEO der deutschen Publicis, dann u.a. BMW, Allianz und Credit Suisse. Nach einem Zwischenspiel als selbständiger Berater jetzt also im Chefsessel. Gerade hat Grenzebach einen 100-Mio-Auftrag in den USA an Land gezogen. Grund genug für ein Gala-Comeback…

Mit ihren Best Brands machen sie München zum großen Treffpunkt der Marketing-Branche: Serviceplan-CEO Florian Haller mit seinem Vater Peter

Die neue Ossi-Zeitung: leider ohne Schneeballschlacht

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Das war ja fast wie früher: Die Menschen stürmten in die Geschäfte – und bekamen nix. Es geht um die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ). Drei Tage nach Ersterscheinung sprach der Verlag von „Versorgungsengpässen“, kündigte Nachlieferungen an. 43.000 Exemplare waren verkauft. Hier der Marketing-Check des neuen Print-Titels.

Erste Titelseite der neuen Wochenzeitung

Also rein PR-technisch kann der Berliner Verleger Holger Friedrich stolz sein. Die Konkurrenz sparte nicht an harter Kritik und/oder lobenden Hymnen – und so wurde die Ossi-Zeitung schnell bekannt. Der Einzelverkaufspreis liegt bei schlanken € 3,90, somit günstiger als die Zeit (€7,30) oder die SZ (€ 4,50).

Mit launiger Überschrift präsentierte sich das Autohaus Koch

„Unabhängig. Mutig. Gewaltfrei.“ So der Claim der neuen Wochenzeitung mit Sitz in Dresden. Es sollen Störfeuer gezündet und dem Zeitgeist die Leviten gelesen werden. Aber wie reagierte der Anzeigenmarkt auf solche Parolen?

Gratulierte: OAZ-Anzeigenkunde Gerhart Hauptmann Theater

Eigentlich gut. Immerhin kostet eine Seite Anzeige € 47.530,-, die halbe laut Preisliste € 23.814,-. Insgesamt 8 Seiten Anzeigen wurden zur Premiere verkauft (u.a. Gerhart Hauptmann Theater, Trade Republik, Möbel Höffner, Volvo Koch und der Friedrichstadt-Palast).

Auch dabei in der 1. Ausgabe: der Friedrichstadt-Palast

Bei allem Ernst („Warum ich kein Wessi mehr sein will“) und Selbstbewusstsein („Wir sind das neue Leitmedium aus dem Osten“), ist das Ressort Unterhaltung/Events in der OAZ irgendwie untern Tisch gefallen. Andere Leitmedien betreiben mit Kongressen erfolgreich Markenbildung und Leserbindung. In der Ossi-Zeitung gibt´s nur die üblichen Leserreisen (z.B. 4 Tage Usedom ab € 270,-).

Ein bisschen Spass muss sein

Kein Kongress, keine Kino-Preview, kein Cartoon, nix zum Schmunzeln, keine Überraschung. Und das zum Start. Dabei hätte z.B. der Aufruf zu einer internationalen Schneeballschlacht für großes Echo gesorgt (wie an der Münchner Pinakothek). Oder ein Gesangs-Flashmob mitten in Dresden. Aber auf 56 Seiten war kein Platz für Spaß und Unterhaltung. Kommt vielleicht noch…

Die „Blaue Blume“ aus München gewinnt in Berlin

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Die 76. Berlinale – wieder ein Hochamt des internationalen Filmdramas. Kein Wunder, dass da die Romantik-Initiative des Grünwalder Pay-Senders Romantic TV für positives Aufsehen sorgte. Der Kurzfilmaward die „Blaue Blume“ brachte etwas Sonne in die leicht dunkelgraue  Festivalszene von Berlin.

Stolze Siegerin: Karoline Herfurth

250 Gäste kamen zur Kuschel-Gala ins Frederick´s im Sony-Center. Auf dem Programm: Die von einer Jury gekürten besten Kurzfilme, die das „romantische Genre mit frischen Ideen bereichert haben“. Ein Höhepunkt war die Verleihung des Ehrenpreises an die Schauspielerin Karoline Herfurth für „ihre einfühlsame und visionäre Wirkung auf das romantische Genre“.
„Für mich schließt sich heute ein Kreis“, freute sich die Siegerin. „Ich wurde bereits 2014 für mein Regiedebüt, dem Kurzfilm ´Mittelkleiner Mensch` mit einer Blauen Blume ausgezeichnet.“

Stolz: CEO Tim Werner

Tim Werner, CEO der Mainstream Media, zu der Romance TV gehört, sieht sich in seiner Vision bestätigt. „Wir wollten jungen Talenten und dem romantischen Genre mehr Aufmerksamkeit und eine Bühne geben.“ Das sei gelungen. Vor 15 Jahren war der Romantic-Award erstmals ausgeschrieben.

Die Sieger der „Blauen Blume“ in den Kategorien bester Film, beste Regie und beste schauspielerische Leistung erhielten nicht nur Geldpreise zwischen 7.500,- und 2.500,- Euro, sondern auch einen Sendeplatz im Programm von Romance TV.

In Bild auf Seite 1

Zur Jury gehörten unter anderem Regisseurin Vivian Naefe, Bestsellerautorin Christiane Sadlo, DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath und Eva Pfaudler von der Bavaria Media.  

Tatsächlich hat die „Blaue Blume“ mit ihrem Berliner Event noch größere Bekanntheit erreicht: Die Bildzeitung kürte am nächsten Tag auf Seite 1 den Award aus München-Grünwald zum „Gewinner des Tages“.  

 

Abschied von Peter Gabler

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Lebenskunst ist, wenn man trotzdem lachen kann. Der Münchner Journalist Peter Gabler war so ein Lebenskünstler. Egal was kam, er blieb optimistisch, verbreitete mit Witz und Charme gute Laune. Jetzt ist der Food- und Lifestyle-Journalist in München verstorben.

Locker und lässig mit 70 auf der Harley: Lebenskünstler Peter Gabler

Ich, Peter Ehm, kannte ihn seit über 30 Jahren. Wir waren zusammen bei Bunte. Mit in unserem 3er-Ressort Journale & Lifestyle: Michael Tempel, der spätere Chefredakteur von FHM. Wir produzierten den Aufsehen erregenden Airline-Test „wer hat die hübschesten Stewardessen?“ oder die weltweite Untersuchung „ein Stück Erde für 30.000 Mark“.

Problealarm mit Verwirrung

Es gab aber auch viel zu Lachen. Wir erfanden die „kugelsichere Weste von Franz Zechmann“ und verwirrten die komplette Bunte-Belegschaft mit einer Sprint-Zeiten-Tabelle im Vorfeld eines Probe-Räumungsalarms („Bitte stellen Sie sofort die Trainingsläufe ab. Die sind nicht erlaubt.“).

Die Zigarre gehörte früher dazu

Peter Gabler war für jeden kreativen Scherz zu haben. Nach Bunte und Quick etablierte er sich als anerkannter Autor für die Bereiche Food und Reise. Lässig leben und genießen – das passte genau zu seinem Lifestyle. Kollegin Monika Kellermann: „Durch seine sympathische Art gewann er viele echte Freunde. Bei jeder Journalistenreise, bei jeder Restaurantvorstellung war Peter ein hochwillkommer Gast.“

Das Herz!

Für Peter Gabler war das Leben wichtiger als eine Lebensversicherung. Als die Umsätze zurückgingen, verkaufte er sein Taxi. Auch die Harley wurde versilbert und das Rauchen eingestellt. Was blieb: der regelmäßige Bunte-Veteranen-Treff im Münchner Punto Di Vino. Noch im September fuhren wir nach Franken und besuchten dort den „Aussteiger“ Michael Tempel. Wir hatten eine Riesengaudi. Aber Peter Gabler war angeschlagen. Das Herz.

Selfie mit 3 Bunte-Veteranen (v.l.): Gabler, Tempel, Ehm

In der Folge kam es immer häufiger zu Klinikaufenthalten. Seine Schwester Karin berichtet: „Bis zuletzt hat er Kochbücher gelesen, bestellte bei mir die Zutaten und hat nie geklagt.“

Peter Gabler starb am 24. Januar im Alter von 76 Jahren. Er hinterlässt Ehefrau Vera, zwei Kinder und zwei Enkel. Die Beerdigung ist am 12. Februar in Unterhaching.

 

Sponsoring: die EU spielt exklusiv mit beim Africa Cup

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Blaue Sternenflagge mit dem Claim „Africa and Europe together“ – so flimmert es bis zum 17. Januar über Millionen von Bildschirmen. Absender des Auftritts: die Europäische Union. Ort: Digitalbanden und Werbeflächen beim Africa Cup in Marokko. Die EU spielt also jetzt mit im Profifußball.

Bandenwerbung aus Brüssel beim Africa Cup

Der 35. Cup auf dem afrikanischen Kontinent ist das Warmup zum großen Sportjahr 2026 mit Fußball-WM und Olympiade. 24 Nationalteams spielen in sechs marokkanischen Stadien um den Titel. Das ergibt 52 zum Teil hochkarätige auf jeden Fall farbenfrohe Spiele.

Gut platziert: EU-Logo auf der Trainerbank

Neben dem französischen Hauptsponsor Totalenergies und der EU präsentiert sich auch der deutsche Sportartikler Puma. Für den angeschlagenen Konzern ist der Africa Cup ein Schlüsselspiel mit XXL-Budget. Der Spielball, die Outfits von Schieds- und Linienrichtern sind alle „made by Puma“. Ferner spielen die Teams von  Marokko, der Elfenbeinküste, Senegal und Ägypten im Puma-Dress.

Puma ganz weit vorne – zumindest im Sponsoren-Ranking

In Deutschland wird allerdings die afrikanische Puma-Show wenig Auswirkung haben. Die Meisterschaft läuft nicht im Free-TV. Die Senderchefs setzten lieber auf Quotengaranten wie die 4-Schanzen-Tournee (ARD/ZDF, 4 Mio.) oder die Darts-WM (Sport1, bis zu 3 Mio.). So rollte der Afrika-Ball nur auf den beiden Pay-Sendern Dazn und Scooore.

Gut besuchte, aber nicht immer volle Stadien beim Africa Cup. Die weltweite TV-Reichweite wurde mit 1,4 Milliarden angegeben

Über den ungewöhnlichen EU-Auftritt beim Africa Cup gab es aus Brüssel keine offizielle Stellungnahme. Ebenso keine Antwort auf die Frage, ob die blaue Sternenflagge auch im Sommer bei der Fußball-WM auf den Stadionbanden flattern wird.

Scooore platzierte in den Spielen 1-min-Werbebreaks. Immerhin mit Eigenwerbung

Fest steht: Die Brüsseler Institution geht mit ihren vielen Ressorts immer professioneller in die Öffentlichkeit. So gewann die Kampagne des Europäischen Parlaments zur Europawahl 2024 zahlreiche Kreativpreise in Frankreich und Dänemark (Agentur NoA & Co., Kopenhagen). Höhepunkt war Anfang Dezember in London der Eurobest in der Kategorie „kreative Wirkung“.

180 Millionen € für 5 Jahre

Und es geht offensiv weiter. Zum Jahreswechsel meldete die Europäische Kommission die Vergabe eines 180-Millionen-Kommunikations-Etats. Gewinner: die Münchner XXL-Agentur Serviceplan. Im Verbund mit der Agentur Phrenos soll das Netzwerk um CEO Florian Haller in den kommenden fünf Jahren den Dialog mit den Bürgern verbessern.

Mit dem Sport kann´s dabei viel Applaus geben …

Ab in die Zukunft!

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War das wieder schön: Kerzenschein, Besinnung und überraschenden Geschenke. Weihnachten. Und jetzt wird´s noch schöner. Auf geht´s ins Neue Jahr 2026! Ab in die Zukunft – das darf gefeiert werden. Allen unseren Lesern einen guten Rutsch!

Wir blicken nur kurz zurück ins vergangene Jahr, empfinden Freude und Dankbarkeit. Headline1 war immer am Ball, dank der Unterstützung aus dem Branchennetzwerk.

2026 wird spannend werden. Egal, ob mit oder ohne KI. Ob mit oder ohne positiver Prognose. Jeder Start beinhaltet die Chance zum Sieg. Also, packen wir´s an…

Uli Hoeneß auf der Purple Stage

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„Wir zeigen die aktuellen Trends im Sportbusiness, präsentieren die neuen Player und diskutieren die internationalen Auswirkungen“, sagt Hans-Willy Brockes. Mit seinem ESB Marketing Netzwerk lädt er am 1. und 2. Dezember ein zum Münchner Kongress Sport, Marke, Medien.

Uli Hoeneß: Am 1. Dezember Diskussionsgast beim Münchner Kongress Sport, Marke, Medien

Die Tagung zur Münchner ISPO hatte vor einem Jahr ein grandioses Comeback hingelegt. Nach zehn Jahren Pause war die Messe durch das ESB-Netzwerk wieder Zentrum des internationalen Sportbusiness. Immerhin für zwei Tage. Parallel zur ISPO pilgerten 1.400 Interessierte zum Kongress.

Frauensport und Olympia

In diesem Jahr werden mehr Besucher erwartet, zumal aktuelle Sportthemen wie die Entwicklungen rund um Olympia, die neuen Streaming-Player sowie die neue starke Rolle des Frauensports diskutiert werden.

Hans-Willy Brockes: Kongress-Veranstalter und anerkannter Experte im Sportbusiness

Ganz ohne Promis läuft natürlich eine solche Großveranstaltung nicht. Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, wird am ersten Tag, dem 1. Dezember, Gast sein. Im Gespräch mit Ex-Sky-Vorstand Carsten Schmidt werden neue, griffige Statements erwartet. Des Präsidenten Thema auf der großen Purple Stage: „Wie bleibt Fußball Business-König?“

Wieder mit dabei: Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg mit Agenturchef Wolfgang Bertchtold (eo ipso)

Insgesamt 200 Expertinnen und Experten werden auf sechs verschiedenen Bühnen über den Sport und seine Vermarktung diskutieren. Mit dabei u.a. Natalie Vogt, Marketing- und Kommunikationschefin der Allianz und Tobias Röschl, Vorstand Jako.

Premiere für Wasserman

Von Eurosport, über Infront und dem Deutschen Tennisbund, bis hin zum ADAC, Alba Berlin und dem AC Mailand sind Dutzende von bekannten Sportmarken am Start. Besonders stolz ist man beim ESB auf den Hauptsponsor des Kongresses, auf die Wasserman Group.

Die Agentur aus Los Angeles wird von Forbes als „zweitwertvollste Sportagentur Nordamerikas“ eingestuft. Wasserman hat Hunderte von Sportlern aus 30 verschiedenen Sportarten sowie Musiker unter Vertrag. Geschätzter Jahresumsatz: 700 bis 750 Mio Dollar. Für Pepsi und American Express entwickelt die Agentur spezielle Musik- und Sportprogramme.

30 Jahre ESB Marketing Netzwerk: 2024 wurde in München groß gefeiert

Als Medienpartner ist auch headline1.de auf dem Münchner Sportkongress vertreten. Für unsere Leser gibt es exklusiv einen 20-Prozent-Rabatt auf das 2-Tages-Ticket (990,- €). So funktioniert´s: Start unter www.sportmarkemedien.com/anmeldung und dann den Rabattcode SMM25-Headline1 eingeben.

Let´s fetz…

2x Sparfuchs bei den Medientagen

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Auf den Tag genau 40 Jahre nach dem TV-Start der „Schwarzwaldklinik“ starteten in München die Medientage. Eine 26-Mio-Quote, wie damals, war nicht drin. Aber Ministerpräsident Markus Söder und Kulturminister Wolfram Weimer sorgten für überregionale Branchen-Beachtung. Und der „Sparfuchs“ war auch dabei.

Alle Topmanager auf die Bühne zum Gruppenbild. Markus Söder war schon weg

Die Münchner Medienveranstaltung dauerte 3 Tage und lief in der 39. Ausgabe. Highlight war und ist zum Start die „Elefantenrunde“. Vorträge und Diskussionen mit den jeweiligen Top-Medienmachern im Land. Neben Söder und Weimer waren diesmal auf die Bühne: Stephan Schmitter, CEO von RTL, Florian Hager, Vorsitzender der ARD, Christian Wegner, Doppel-Geschäftsführer SWMH und Süddeutscher Verlag sowie die Podcasterin Jagoda Marinic.

Kein Ton, Minister cool: Wolfram Weimer auf der Gipfel-Bühne

Darf man das einen Skandal nennen? Ausgerechnet bei Minister Weimer fiel die Tonanlage aus. Die Grußbotschaft an Berlusconi sowie die Ankündigung des Förderprogramms „Liebling Kino“ kamen vorerst nicht an. Zu viel gespart? Jedenfalls hatten die Veranstalter ein eigenes Soundsystem installiert, auf die bewährte Serviceplan-Technik verzichtet. Der Minister parierte cool, lächelte den 3-Minuten-Ausfall einfach weg.

Plädierte für höhere Geschwindigkeiten: Ministerpräsident Söder

„Ohne Medien wär´s todlangweilig“. Gewohnt lässig sprach Markus Söder im Trachtenjanker. Er plädierte für „höhere Geschwindigkeiten“ in der Entwicklung und schimpfte: „Wenn wir für die Änderung eines Kommas ein halbes Jahr brauchen, dann ist das lächerlich.“ Neflix und andere würden das im Vorbeigehen erledigen. Auch Serviceplan-CEO Florian Haller monierte die übertriebene „Regulatorik der Behörden“. In den USA sei vieles einfacher.

Serviceplan-CEO Florian Haller monierte die „Regulatorik“

Zentrale der Münchner Medientage ist das XXL-Hauptquartier der Agentur Serviceplan, das „House of Communication“. Viel Besuchertrubel auf den Gängen und in den Konfi-Sälen – die 1000 Serviceplaner mussten trotzdem weiterarbeiten. Gleich am ersten Tag stürmten über 500 Teilnehmer den exklusiven 3-Block-Bau. Besonders die Jugend zeigte sich interessiert am Ausbildungsangebot in den Medien. Und die Branche kann sich freuen: die Frauenquote lag deutlich über 50 %.

Volles Haus bei Serviceplan – wie Tage vorher beim Innovationstag (siehe Archiv „Ein Hauch von Hollywood“)

Von vielen herzlich begrüßt: Peter Böhling, turi2-Kolumnist und Gründer des mittlerweile eingestellten Promi-Magazins Clap. Für ihn wäre der Zeichentrick-Pumuckl das ideale Testimonial für die Medientage: „Der Branche fehlt ein bisschen Schlawinertum. Mehr draußen spielen, mehr Lachen, weniger Datendrachen.“

Im Redaktionseinsatz mit Pudelmütze: Kolumnist Peter Böhling

A dabei: Multi-Medienmanager Thomas Deissenberger (früher u.a. Sky, Sport1 Media, Eurosport, NBC, Boris-Becker-Group). Er ist wieder locker unterwegs. Nach einem schweren Ski-Unfall sind Schulter, Bänder und Sehnen wieder gut verheilt. Auch die neue Hüfte läuft rund.

2 Promis vor Sean Scully: MVFP-Chefin Anina Veigel und Serviceplan-Chef Florian von Hornstein

Keine BR-Sparmaßnahme, sondern Schicksal: Chefredakteur Christian Nitsche bekam am Buffet keinen Reis mehr. „Macht nix“, meinte der Fersehchef tapfer und löffelte sein „koreanisches Feuerfleisch (Rind)“ ganz ohne Beilagen. Michael Stadik, umtriebiger Medienredakteur (kress, meedia), vermeldete erfreut eine neue Einkommensquelle. Er ist jetzt auch Gymnasial-Turnlehrer. Eine DFB-Trainerlizenz war der ideale Pass für ihn ins bayerische Schulsystem.

Im Großformat: der Schriftzug der Münchner Medientage 2025

Das Konferenzprogramm der Medientage, unter dem Vorsitz von Stefan Sutor, war voll und topaktuell. 100 Sessions, Masterclasses und Side-Events standen zur Auswahl. Allein das Programmheft umfasste 56 Seiten.
Viele kreative Ansätze, die eigentlich sofort umgesetzt werden könnten….

Serviceplan und ein Hauch von Hollywood

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Im Foyer glänzt eine übergroße Chromskulptur. Rechts ein gefühlt 100 Meter langes Sofa. In der Hallenmitte eine Showtreppe. 27 Stufen führen zum „Walk of Innovation“. Der wird illuminiert von 260 Neon-Elementen. Die Kunstwelten von Nolde, Kiefer und Richter neben flimmernden XXL-Screens. Nein, das ist nicht Hollywood. Das ist München. Wir sind beim Innovations-Tag der Agentur Serviceplan (Honorarumsatz 866 Mio €).

Eindrucksvoll: das Foyer der Münchner Agentur Serviceplan

Wobei es bei diesem 21. Branchentreff zumindest einen Hauch von Hollywood gab. Der Hauch hieß Shirin David. Die 30jährige Hamburgerin ist Sängerin, TV-Jurorin, YouTube-Star und Testimonial (Douglas, Rewe, DM). Shirin ist schon jetzt ein German Superstar. Bald mit noch größerer Reichweite. Netflix plant eine Biografie.

Dynamisch und blond auf dem XXL-Screen: Shirin David

Zum Talk sitzt Shirin pünktlich um 15.40 Uhr als „Inspiration Highlight“ auf der Hauptbühne. Weißer Hosenanzug, strenger Haardutt, strahlendes Lächeln. 500 Zuhörer sind gespannt – und nach einer Stunde begeistert.

Shirin live (r.): Im weißen Hosenanzug mit Redakteurin Lisa Priller-Gebhardt

Vielleicht auch deshalb, weil das stürmische Promotion-Bild (oben) nicht mit Shirins Bühnenbild übereinstimmt. Auf der Ankündigung zeigt sich Shirin als Blondi mit Slimfit-Brills, auf der Serviceplan-Bühne nicht.

Jubelnde Männer, jubelnde Frauen: das Shirin-David-Auditorium

Der Star gibt sich sympathisch, gut erzogen und geschäftstüchtig („erst investieren, dann kassieren“). Die Marketing-Zielgruppe 40+ lobt: „Mit authentischer Strategie hat Shirin ihre Community vom Netz in die Musik und ins TV transferiert, sich. als junge Marke perfekt platziert.“

Alle wollen ein Foto mit Shirin: Niko Backspin, oberster Kulturchef (l.) mit Kreativchef Till Diestel (beide Serviceplan)

Die Zielgruppe 40- stöhnt nur und sagt: „Kann ich mal ´n Foto mit dir haben.“ Selbst Serviceplan-CEO Florian Haller ist ganz aufgeregt, als er sich in die Meet&Great-Schlange einreiht. Denn: Shirin will gern als Praktikantin in seine Agentur.

Applaus auch für FAZ & Co.

Es dozierten noch weitere Marketing-Stars beim 21. Innovationstag der Agentur: AI-und Future-Analyst Ian Beacraft, FAZ-Herausgeber Carsten Knop, Politikprofessor Carlo Masala und Bestseller-Autorin Lea Steinacker.

Eine „Gala of the Year“: Serviceplan-GF Ronald Focken (l.) in bestens gelaunter Gästeformation

Dann, am Abend, das gesellschaftliche Highlight: Käfer-Diner im Haus der Kunst mit der Kür des „CMO of the Year 2025“. Auf der Shortlist sehen wir u.a. Maike Abel von Nestlé, Kerstin Köder (SAP), Michael Schuld (Media-Markt-Saturn) und Björn Gulden von Adidas. Der leicht öffentlichkeitsscheue Top-Sportler war erst gar nicht nach München gereist, feierte lieber mit den WM-Helden von 1990 in Herzogenaurach.

Frauen-Power (v.l.): Sabine Jünger (Otto), Sabine Eckhardt (Unicredit) und Eva Adelsgruber (DeutschlandCard)

Nicht Adidas, sondern der hessische Duft- und Kosmetikkonzern Cosnova (Umsatz 954 Mio €) macht das beste Marketing des Jahres. So jedenfalls das Urteil des CMO-Councils. Standing Ovations für die beiden ausgezeichneten Marketer Yvonne Wutzler und Thorsten Mühl .

Siegerfoto des Abends (v.l.): Serviceplanchef Florian Haller mit den Preisträgern Yvonne Wutzler und Thorsten Mühl

Es war wieder ein gesellschaftliches Hochamt der Münchner Agentur, unterstützt von namhaften Sponsoren (u.a. AdAlliance, FAZ, Capital, Snapchat und Samsung).  Besonders aktiv zwischen der Flower-Power-Tischdeko: Serviceplan-GF Florian von Hornstein. Der erfahrene Netzwerker kannte so ziemlich alle der 240 Galagäste persönlich – von der Auto-Queen Regine Sixt bis zum Horizont-Oberchef Markus Gotta.

Wieder gut im Bild: Karsten Kühn, Marketingvorstand bei Hornbach (CMO-Sieger 2018) mit Agentur-Lady Evi Lihotzky

Beim Rauchen in eisiger Kälte gesichtet: CMO-Preisträgerin Yvonne Wutzler, Dextro-Marketer Vincenzo Blando („wirklich nur einmal in Jahr“) und natürlich Chefredakteur Peter Ehm.

Ein Oscar der Werbung: „Der Goldene Löwe von Cannes“, mehrfach gewonnen von der Agentur

Bleibt zum Finale ein Blick in der Zukunft: Der nächste Chief Marketing Officer (CMO) wird von Serviceplan am 13.10.2026 gekürt. Kein Freitag der 13., sondern ein Dienstag. Also: an die Maschinen, liebe Kreative!

Abschiedsbrief an Franz Josef Wagner (82)

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Ich sagte: „Du hast mir 5 Jahre meines Lebens gestohlen.“ Er sagte: „Aber dafür bist Du gut bezahlt worden.“ Begegnung mit meinem Ex-Chefredakteur bei Christoph, unserem Tabakhändler in der Berliner Schlüterstraße 33. Anschließend Espressos im Mondo Pazzo, gleich gegenüber. Er war gut drauf, Franz Josef Wagner, Deutschlands berühmtester Boulevardjournalist („Post von Wagner“). Er hat erzählt, im vergangenen Sommer. FJW ist am 7. Oktober in Berlin verstorben.

Lebte Jahrzehnte im In-Viertel Berlin-Charlottenburg: Franz Josef Wagner. Foto: Daniel Biskup

Als Briefe-Autor in Bild hat Wagner 20 Jahre immer wieder für Aufsehen und Entsetzen gesorgt. Aber das alles war „Kindergarten“ im Vergleich zu den Glimmer- und Glitzerjahren im Münchner Verlag von Hubert Burda. Im Verbund mit Print-Genie Günter Prinz (Bild, 5 Mio Auflage) sollte Wagner als BUNTE-Chef ab 1987/88 den Stern überflügeln (damals ca. 1,9 Mio Auflage).

Kampf der Verlags-Giganten

Burda gegen Gruner+Jahr gegen Axel Springer. München gegen Hamburg. Es war ein Kampf der Verlags-Giganten. Unter dem Motto „Klangwolke“ hatten die Münchner Burda-Strategen ihre BUNTE mit einem zweistelligen Mio-Budget ausgestattet.

Warum Roberto Blanco so sauer war?

Und Wagner, Burdas Chefjournalist, zeigte Genie und Wahnsinn. Er fragte z.B. großformatig in BUNTE: „Können Steine weinen?“ Er zeigte zur Trauung von Markus Lanz „den einarmigen Hochzeitstanz“. Und er verärgerte Roberto Blanco mit der Feststellung, sein Vorrat an Hemden könnte einen ganzen Negerkral einkleiden. BUNTE war talk in town.

Wagner und die unglaubliche Porsche-Story

Ich, Peter Ehm, war von 1985 bis 1990 bei BUNTE, als Ressortleiter „Service & Journale“. Unser Ressort lag außerhalb der Schusslinie. Nur wenig Promis, keine Skandale, eher Anzeigenumfeld. Obwohl, wir waren dem Großressort Auto unter Hans-Peter von Thyssen zugeteilt. Und als Thyssen für die aktuelle BUNTE den neuen Ford mit unscharfen Wüsten-Fotos präsentierte, traf ihn der volle Zorn von Wagner. Der wollte im neuen Heft sofort sechs Seiten vom „neuen Porsche“ haben. Den habe er in Genf gesehen. Nachts um 2 wagte Baron von Thyssen Widerspruch: „Aber Franz Josef, das war eine Studie. Wahrscheinlich wird der nie gebaut.“ – „Das ist völlig egal, 6 Seiten vom neuen Porsche. Ich warte.“

 

Alle zeigten den „neuen“ Porsche

Im Morgengrauen war dann die Auto-Story fertig. 6 Seiten. Titel: „BUNTE exklusiv: Der neue Porsche.“ Interessant: Alle schrieben ab. Aber der „neue“ Porsche war nur ein Konzept-Car. Eine solche Reichweite sollte nie wieder ein kreativer Journalist bekommen.

FJW und die berühmte Bierflasche

Wagner erfand dann noch die Deutsche Elle sowie die Bild-Konkurrenz Super für die Neuen Bundesländer. Als „Gossen-Goethe“ beschimpft, sorgte er weiter für Reichweite. Titelzeile Super: „Angeber-Wessi mit Bierflasche erschlagen! Ganz Bernau ist glücklich.“ Die Super wurde dann eingestellt. Wagner ging zurück zu Springer.

„Ich brauche keine Kaffeekränzchen“

„Hast Du eigentlich noch Freunde?“, fragte ich. „Ja klar. Der Körzi (Norbert Körzdörfer) melde sich noch ab und zu: „Aber ich brauch keine Kaffeekränzchen.“ Dann fragte er nach München. Wie´s Edgar Fuchs gehe (verstorben), der Abendzeitung (nicht gut, siehe StarClub).

So groß war mal die Abendzeitung

Nachdem eine Bettlerin am Tisch erschienen war und gegen Gebühr neues Glück anbot (ich gab ihr 2 Euros), berichtete Wagner über Bild München der 70er Jahre. Dort sei für ihn das Wichtigste gewesen, täglich um 22 Uhr den Andruck der Münchner Abendzeitung zu sehen. Dann wurden die Top-Storys „abgekupfert“.

Leider auch das vorbei.

Danke Franz Josef für Deine Lektionen.

 

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