Der Elchtest von Adidas

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Was lernen wir aus dem Adidas-Mietenskandal? Wer in der Krisen-PR Pech hat, verliert mehr als nur Umsatz. Die Analyse des Falls.

Ein Mietskandal kann durchaus ein gutes Geschäft sein. Zum Beispiel für Aktienkäufer. Weil Adidas erklärte. während der Corona-Krise keine Shop-Mieten mehr zu überweisen, fiel die Sportaktie von über € 240,- auf rund € 160. Die Schnäppchenjäger freuten sich. Der Rest der Welt war entsetzt. Die Love Brand mit den drei Streifen war plötzlich keine mehr. Wie konnte das passieren? Warum? Weshalb? Wie lange noch? Die Analyse eines PR-Gau:

Hobby-Sportler und Erfolgsmanager: Kasper Rorsted, CEO Adidas Group

1. Vergebliches Zeitspiel
In jedem PR-Handbuch steht, dass Krisen-PR „Wahrhaftigkeit und Unmittelbarkeit“ verlangt. Bei Daimler weiß man das zum Beispiel seit 1997. Damals hatte ein schwedischer Journalist beim „Elchtest“ die neue A-Klasse umgeworfen. „Na und? Bald wieder vergessen. Ein Schwede…”
Falsch. Der „Elchtest“ wurde für den Autokonzern zum Image- und Finanzdebakel. Daimler reagierte zu spät. Auch bei Adidas verging zu viel Reaktionszeit. Am 26.3. flog der Mietstopp auf durch die Bild. Am 29.3. kündigte der CEO im FAZ-Interview eine teilweise Rücknahme des Zahlungsstopps an. Am 2.4. dann die Entschuldigungsanzeigen mit Zahlungsgarantie. Unterschrift? „Ihr adidas Team“. 7 Tage Elchtest-Feeling, Fortsetzung folgt (=>3).

München im Herbst 2019: einer der seltenen Aussenauftritte von Adidas in XXL
  1. Unterschätzte Journalisten
    Adidas hatte in den vergangenen Jahren seine Budgets für Kommunikation, Werbung und PR nahezu komplett ins Netz verlagert. „Print ist oldschool“, hieß es dazu. Bei Bloggern wisse man, was die veröffentlichen. Dagegen würden Journalisten zu „Kritik und Unkontrollierbarkeit“ neigen. Außerdem hätten Soziale Medien viel höhere und jugendlichere Reichweiten. Diese Rechnung ging auf – bis zum Mietenskandal. „Oldschool“ berichtete nun groß über das herzlose Adidas. In dem Fall konnte wirklich jeder mitreden und so kam eine redaktionelle Push-Performance ins Spiel. Ein SPD-MdB verbrannte sein Adidas-Shirt. Minister Scheuer schimpfte und Kollege Seehofer tadelte den Konzern. Die Skandalreichweite kam knapp an die 100 Prozent. Für Adidas anscheinend völlig unerwartet. Vielleicht rächte es sich, Verbindungen in die Verlagshäuser gekappt zu haben. Keine Freunde, keine Infos. Besonders hart für Adidas: Ein paar Seiten nach der teuer bezahlten Entschuldigungsanzeige betitelte die FAZ redaktionell den Adidas-Chef Kasper Rorsted als „Buhmann der Nation“.
Shitstorm mit drei Streifen? Adidas auf Facebook
  1. Der CEO und sein Siegeswille
    Kasper Rorsted, der aktuelle Chef der 3 Streifen, gehört zu den erfolgreichsten Managern Europas. Das war bei Compaq so, bei Hewlett-Packard und auch bei Henkel und Adidas. Seit Amtsantritt 2016. präsentierte der Däne eine Adidas-Rekordbilanz nach der anderen. Für 2019: Knapp zwei Milliarden Euro Gewinn. Kasper Rorsted, 58, ist so was wie das Wunschkind des internationalen Kapitalmarkts. Mehr Umsatz, steigender Aktienkurs, schöne Dividenden. Und auch die Zielgruppe huldigt. In aller Welt. So kommen schon mal 10.000 Bewerbungen pro Monat in die High-Tech-Adidas-Zentrale nach Herzogenaurach. Fehler? Können auch ihm passieren, natürlich. Zum Beispiel beim Boston Marathon. Vier Jahre nach dem Bombenanschlag mailte er 2017 als Hauptsponsor jedem der 26.500 Läufer: „Glückwunsch, Du hast den Boston-Marathon überlebt“. Der CEO entschuldigte sich. Wie jetzt, 2020, im Mieten-Skandal. Aber diesmal war´s ein Stotter-Sorry. Erst hieß es, Adidas zahle nix, dann die Shop-Mieten an die Privateigentümer und schließlich Shop-Mieten für alle. In den aktuellen Print-Medien war damit der Fall Adidas erledigt. Nur einmal gab´s kurz ein Aufflackern. Der Sportkonzern überlege 2 bis 3 Milliarden Kredithilfe in Anspruch zu nehmen.

Dagegen tobte im Netz ein Shitstorm ohne Ende. Allein bei Facebook erhält nahezu jede Adidas-Kritik vierstellige Zustimmung. Beispiele vom 7.3.: „Bestellung storniert“ – 1771 Likes; „nie mehr kaufen“ – 1.288 Likes; „das ist Markenvernichtung und lächerlich“ – 2276 Likes.
Auf die Frage, ob nun weitere Aktionen zur Imageverbesserung geplant seien, hieß es aus Herzogenaurach knapp: „Nein.“

Ein Lächeln aus Rom

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Warum ist Italien weiter Sehnsuchtsland? Weil es solche Briefe gibt, der unten im Text nachzulesen ist.  Er kommt aus Rom, von Michaela Namuth.

Die Autorin Michaela Namuth vor römischem Plakat

Sie lebt seit 25 Jahren in Italien mit Hauptsitz in Rom, schrieb lange Zeit für Brandeins und wuv. Dort gehörte sie zu den besten Korrespondentinnen, mit exklusiven Kontakten zu den Benettons, den Ferreros und den Lamborghinis. Nach Marketing und Medien widmete sich Michaela Namuth dem Reisejournalismus. Bei DuMont erschien ihr Reiseführer über Florenz. Als Autorin schreibt sie weiterhin für die Berliner Taz. Hier also ihr Corona-Lagebericht aus der italienischen Hauptstadt. Aktuell, nachdenklich und ein bisschen azzurro

Der Himmel ist blau, die Bäume schlagen aus.
Ein Bus fährt vorbei, leer.Nachts ist es still.
Im Stadtzentrum geht nur noch der Papst spazieren.
Vor dem Balkon zwitschern deutsche Zugvögel, die es nicht mehr über die Grenze geschafft haben.
Die Lieblingspizzeria ist geschlossen.

Chiuso: die Pizzeria in San Giovanni. Ein Pilgerort für die Fans des AS Rom. Dort kochte nämlich die Mama von Fußballstar Francesco Totti

Der Hund ist glücklich. Endlich sind alle zuhause.
Der Nachbar von unten trägt keine Maske. Unter Mussolini hätte es das nicht gegeben, sagt er.
Die Nachbarn von oben lieben ihren Staubsauger.
Auf den Balkons singt niemand mehr Azzurro. Dort hängen jetzt Nationalflaggen.
Ich habe zum ersten Mal seit 20 Jahren Musikkasetten abgestaubt.
Der Zeitungshändler hat noch auf.
Meine neapoletanische Freundin raucht auf der Straße. Alles geht vorbei, sagt sie.
Es liegen immer mehr Hundehaufen auf dem Gehsteig.
Ich stehe eine Stunde lang Schlange vor dem Supermarkt.
Wir tragen Fahrradmasken, andere gibt es nicht.
Das Auto springt nicht mehr an.
Ich lese einen griechischen Krimi.
Wir essen viel Pasta, aber morgen gibt es Kartoffelpuffer.
Die Marktfrau verkauft Pfingstrosen.
Wir sind ein großes Volk, sagt jemand im Fernsehen.
Die Bettler sind weg.
Man hört das Plätschern der Brunnen.
Die Kinder der rumänischen Nachbarn spielen Federball im Gemeinschaftsgarten. Ihre Eltern arbeiten im Krankenhaus.
Die Weinvorräte schrumpfen.
Das Klimaanlagengeschäft ist geöffnet. Der Fischhändler hat zu.
Die Luft ist rein wie nie.
Ich denke, ich werde Ostereier färben.

Die Kreativ-Sieger der Woche

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Was macht Corona mit uns? „Kreativ“, sagen immer mehr Kreative und widmen sich immer engagierter der klassischen Werbung. Das überrascht. Schauen Sie selbst….

Wir befinden uns in Woche 2 des Corona-Ausnahmezustands. Mittlerweile haben alle TV-Sender Mutmach-Inserts dauerhaft eingeblendet (siehe auch Folge II unseres Checks). Das ZDF hat seine Mainzelmännchen Corona-aktualisiert. Nike, Coca-Cola, Adidas und andere haben virale Kampagnen laufen. Wobei Adidas am heutigen Freitag, 27. 3., ein auflagenstarkes Medien-Crossover gelang: Bild enthüllte auf Seite 1, dass die Sportmarke keine Shop-Miete mehr bezahlen wolle. Corona knallhart. Es geht aber auch anders. Hier die Kreativ-Sieger dieser Woche.

1. Sport Schuster

Ernst in Action an der Litfaßsäule: Fällt Ihnen was auf?
Miriam auf der Almwiese: Normalerweise arbeitet sie im Marketing…

Münchens großes Sporthaus überrascht mit einer Out-of-Home-Kampagne. Große Sehnsucht schon auf den ersten Blick. Gezeigt wird eine atemberaubende Almwiese und Bergschnee in Champagnerqualität. Aber: Derzeit selbst von München aus nicht richtig erreichbar. Auf den zweiten Blick lernen wir Ernst und Miriam kennen. Das sind keine Testimonials ausm Model-Katalog, sondern echte Mitarbeiter von Sport Schuster. Kleiner Textzusatz in Klammern. „Aber nicht heute.“ Miriam und Ernst müssen also Homeoffice. Diese aktuelle Kampagne ist reif für einen ADC-Nagel. Aber die Kür der besten Werbung durch den Art Directors Club fällt in diesem Jahr mutmaßlich auch aus. Deshalb Gold für Sport Schuster von headline1.de.

2. Die Deutsche Post/DHL

Plakative und ausgezeichnete Danksagung der Post in den Zeitungen

Auch wir bewundern die Arbeit der emsigen Paketzusteller (z.B. 53-Kilo-Rasenmäher-Paket in den 3. Stock) und die ihrer Kollegen vom Postdienst. Das sieht auch die Bonner Konzernführung so. Ergebnis: ein großes, ganzseitiges DANKE auf Gelb. 27 gut gelaunte Postler im Portrait zeigen sich deutschlandweit in der Printanzeige. Daneben Notizen der dankbaren Kundschaft. Tolle Idee! Die Silbermedaille der Woche an den oft gescholtenen Ex-Staatskonzern.

3. Die Volks- und Raiffeisenbanken

5 Kinder, 1 Botschaft: Morgen kann kommen

Wie gelingt es einer Kampagne, Mut und Zuversicht zu erzeugen? Den Volks- und Raiffeisenbank ist dies gelungen mit ihrem „Morgen kann kommen“. Bemerkenswert ist, dass die TV-Spots und die dazugehörenden Printmotive zeitgleich bereits kurz vor dem Corona-Ausnahmezustand anliefen. Zufall oder Instinkt? Egal. Die Münchner headline-Jury jedenfalls ist begeistert vom Artwork des Auftritts. Unaufgeregt, sympathisch, authentisch. Dazu der Claim, den die Marke seit Jahren aufrecht hält: Wir machen den Weg frei. Bronze für die Kids und für großes Kino.

3.  Die Sparkassen

Kreativ im Printauftritt: die Sparkasse mit Herz-Logo

Die Berliner Sparkassen Finanzportal GmbH (SFP) steuert für den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) die komplette Werbung – hat also auch das Herzmotiv (oben) groß in den Zeitungen geschaltet. Ob nun für SFP oder DSGV: headline1.de zeichnet das knallrote Printmotiv mit Bronze aus. Zwar ist der Textbody etwas lang. Aber es ist nicht unklug, die aktuellen Keywords noch einmal zu erwähnen: Kredite, Fördermittel, App, Homeoffice, Kinder, etc. Macht Sinn und auch der Claim passt: „Gemeinsam da durch.“ Kreatives Highlight des Auftritts ist das große Logo. Das traditionelle Sparkassen-S wird einfach zum Herz mit Punkt. Bronze deshalb für die Punktlandung mit Herz!

Der große Anzeigen-Check Corona (Teil II)

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Wie die Marken das Thema Corona in ihre Kommunikation integrieren: Überraschend, kreativ und emotional.

RTL schnell: Ab Donnerstag, 19. März, blendeten die Sender der Kölner Gruppe neben dem jeweiligen Logo den Hashtag wirbleibenzuhause ein. Einen Tag später folgten die Sender der Pro7Sat1-Gruppe. „Zusammen gegen Corona“, eine Kampagne des Berliner Gesundheitsministeriums, erhält damit noch breitere Reichweiten. Wer dann daheim in der Zeitung blättert, kann Interessantes entdecken. Anzeigen mit Corona-Bezug. Hier Teil II unseres Print-Markenreports.

Die Tröstende:

Die katholische Kirche macht auf ihr Angebot aufmerksam

Die Marke der katholischen Kirche hat in Deutschland viel Glanz verloren. Skandale, Streitereien und noch ´n Skandal. Um so positiv überraschend ist die Anzeige, die wir am Samstag, 21.3., in der tz fanden. „Wir sind da – gerade jetzt“ verkündet die Erzdiözese München und Freising. Sie verweist auf das Streaming der täglichen Gottesdienste, auf die Telefonseelsorge und auf eine ökumenische Krisenberatung. Ein tröstendes Zeichen…

Die Vereinten:

Deutschlands Lebensmittelhändler mit ihrer gemeinsamen Botschaft

In der Not wird zusammengestanden – frei nach diesem Motto hat die Corona-Katastrophe ganz neue Allianzen geschaffen, bzw. bestehende Fachverbände gestärkt. Beispiel: die sonst hart konkurrierenden Lebensmittelhändler. Was wir sonst eigentlich nur von der chemischen Industrie kennen, zeigt die Lebensmittelbranche: Einigkeit im Großformat. Aldi, Penny & Co. sichern gemeinsam die Lebensmittelversorgung zu, bedanken sich bei den Angestellten. Bekundet auf auf 1/1 4c (Ausschnitt oben).

Plakativ: diese Anzeige soll in die Fenster gehängt werden

Auch die Zeitungen selbst geben Zeichen: Mit einem Poster, das die Menschen gut sichtbar ins Fenster hängen sollen: „Wir bleiben zuhause.“ Eine Aktion der Zeitungen. Ob die Anzeige vom Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband der einzelnen regionalen Zeitungsverleger oder vom Springer-Vorstand Mathias Döpfner persönlich initiiert wurde, ist derzeit nicht bekannt. Trotzdem: ein plakatives Statement.

Die Fleißigste:

Emotionen plus Sonderangebote: clevere Edeka-Kommunikation

Mit einem Umsatz von 53,6 Mrd. Euro ist Edeka nicht nur Deutschlands größter Lebensmittelhändler, sondern auch fleißigster Kommunikator in der Corona-Krise. Die Marke präsentiert sich in TV und Print unter dem Titel „wir sind für Sie da“. Man warnt vor Fake-Meldungen, bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (ca. 376.000) und präsentiert dabei im Vier-Farb-Druck noch die aktuellen Sonderangebote (incl. Frische-Tipps). Emotion + Service = preiswürdig!

Anzeigen-Check Corona: die schnellsten Marken

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Wie die Marken im Print das Thema Corona aufnehmen – ein Überblick (Folge 1).

Begonnen hat unsere redaktionelle Auswertung am Montag 16. März. Am Wochenende zuvor hatte Tirol gerade seine Grenzen geschlossen. Dann wurde für Sonntag 15.3. das vorzeitig Ende der Skisaison verkündet. Aber die Sonne lockte in die Berge. Und kaum jemand ließ sich von der Schlange an der Zugspitz-Gondel schocken: 1 Stunde 15 Minuten warten, dicht gedrängt. In der Woche bis Freitag, 20.3., kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen. In der Katastrophe stieg massiv das Interesse an seriösen Infos. Please no fake. Und was machte die Anzeigenkundschaft? Wer hat wie Corona thematisiert. Der Marken-Report über die Siegeranzeigen:

Die Erste:

Ausm Archiv, deshalb leicht verknittert: die Corona-Anzeige von Lidl/Kaufland

Es war wie bei den Sportprofis. Lidl ist ja seit Jahren Sponsor der erfolgreichen Rennradtruppe von Quickstep sowie im deutschen Handball. Und nun war die ganze Öffentlichkeit dran. Erst verkündete die Schwarz-Gruppe die Neuordnung in der Chefetage (Gerd Chrzanowski wird Nachfolger von Patriarch Klaus Gehrig). Dann startete am Montag die Printkampagne. 1/1 4c: „Wir versorgen Deutschland. Wir sind für euch da!“ Auch ein Dank an die „vielen tausend Kolleginnen und Kollegen für die herausragende Arbeit“. Schöne & schnelle & professionelle Reaktion!

Die Münchnerischste:

12 x 12,5cm groß: Gesundheitswünsche aus München in der SZ

Der Münchner Autoverleiher Sixt hat früher mit schnellen Anzeigen die Kreativbranche entzückt (die Kanzlerin mit Cabrio-Frisur, etc.). Aber mit den Jahren hat sich in der bayerischen Landeshauptstadt eine gewisse kreative Trägheit breit gemacht. Cash kommt, auch ohne Markenkommunikation. Deshalb ist allein schon mal die Tatsache positiv zu bewerten, dass eine Anzeige mit aktuellem Bezug aus München geschaltet wird. Konkret: Die Fünf Höfe, ein edles Shopping-Center in der Innenstadt, wünscht schwarz auf weiß „bleibende Gesundheit“. Wahrscheinlich aus Kostengründen nur 12 x 12,5 cm groß, am Freitag im Lokalteil der SZ. Aber immerhin. Ein Lebenszeichen.

Die Cleverste:

Die Telekom hat ein Herz für Kunden

Die Deutsche Telekom sorgt mit T-Mobile gerade in Amerika für Riesenwirbel. Nach einem jahrelangen Poker-Marathon steht die Übernahme des US-Telefonisten Sprint kurz vor dem Abschluss. Ein Milliarden-Deal. CEO Tim Höttges könne „vor lauter Kraft kaum laufen“, zitiert das managermagazin einen Insider. Ob sich der Chef persönlich die Corona-Kampagne ausgedacht hat, oder sein berühmter Markenchef Hans-Christian Schwingen (er verlässt ja zum 1.4.20 die Telekom), oder ob es der Einstand ist von Schwingens Nachfolger Ulrich Klenke (Ex-CEO Ogilvy), konnte nicht eindeutig geklärt werden. Egal: Die Telekom hat blitzschnell geschaltet und am gestrigen Donnerstag per Printkampagne ihre Gaben veröffentlicht. Es gibt 10 GB Datenvolumen pro Monat umsonst, auch für 6 Monate das neue Disney+. Das Homeoffice wird erleichtert und die Schulen können 3 Monate lang kostenlos online konferieren. Die Headline: „Wir verbinden Deutschland“. Da schlackert die Konkurrenz mit den Ohren – und sieht nur noch Magenta.

Fortsetzung folgt!

Isarflimmern

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Im Reigen der Münchner B- und C-Festivals will nun ein Programm rauf in die A-Klasse: Die MCBW. Hilfe dafür kommt aus Berlin.

Der Buchstabenmix MCBW ist die Abkürzung der „Munich Creative Business Week“ (7. bis 15. März). „Sie ist der bayerische Leuchtturm für Design“, sagt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Mit 220 Veranstaltungen und 140 Partnern ist das Angebot in der Tat riesig. Zu sehen, zu erleben ist nicht nur Design im klassischen Sinn, sondern auch neue Ideen zur Gestaltung der Zukunft. Im Angebot: Vorträge, Ausstellungen, Workshops, Diskussionen und Ateliershows fast rund um die Uhr.

Das Zebra ist Keyvisual der MCBW vom 7. bis 15. März in München und Landshut

Seit neun Jahren gibt´s die MCBW. Aber der „Leuchtturm“ funzelt nur. Der große Besucheransturm blieb aus. Am Geld liegt´s nicht. Das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Stadt, BMW, Allianz, Steelcase, Ströer und andere investieren über eine Million Euro ins Design und seine „Week“.

Warum ist die MCBW nur ein Insider-Tipp?
Das hat mehrere Gründe: Das XXL-Programm ist ein Dschungelbuch (238 Seiten). Zwischen Gärtnerplatz Theater, Handwerksmesse und Start-up-Workshops fehlt ein Leitfaden. Und: Keines der Design-Events hat die Power für eine Schlagzeile. No Reichweite = no Bekanntheit. Dazu kommt ein irritierendes MCBW-Plakatmotiv. Es zeigt ein Zebra (Foto oben). 2019 war´s ein Kakadu. Die schönen Motive lenken eher in den Tierpark Hellabrunn, als auf das Thema Design und Nachhaltigkeit.

Kunstdesigner Jan Kuck: Für die MCBW hat er eine Neon-Trilogie konzipiert

Zwischen Zebra und Kakadu kommt nun der Berliner Konzeptkünstler Jan Kuck ins Spiel. Der 42-jährige Berliner hat für die MCBW ein Neon-Triple konzipiert – und damit schon im Vorfeld viel Media erzielt. Unterstützt von seiner Agentin Isabel Bernheimer und dem Hauptsponsor Monsun hat Kuck unterm Münchner Siegestor die vier Meter hohe Neonschrift „DESIGN! or NO SIGN“ installiert.

Stolz am Münchner Siegestor: Neon-Künstler Jan Kuck

Aktion Nummer 2: Am kommenden Mittwoch (5.3.) wird der Berliner mitten in München Deutschlands erste Neon-Schaufenster-Vernissage eröffnen. 14 Fenster des Kaufhauses Beck am Marienplatz mit leuchtenden Aussagen zu Sehnsucht und Leidenschaft.

Und schließlich das Highligh der Trilogie: Ab Samstag (7.3.) präsentiert der studierte Philosoph und Jurist „the burning river“. An der Mariannenbrücke wird ab 18 Uhr die Isar brennen. Dieser Feuereffekt entsteht, wenn Hochleistungspumpen Isarwasser zerstäuben und dann über Lasertechnik in diesen Wassernebel Flammen projiziert werden. Ein verblüffendes Schauspiel. Isarflimmern 2020.

Zwischen Mariannenbrücke und Praterinsel: Hier wird die Isar “brennen”

„Die Flüsse sind die Hauptschlagadern unserer Welt. Darauf möchte ich aufmerksam machen“, sagt Jan Kuck. Aber er will auch, dass man sich eine Frage stellt: „Wofür brennst Du? Was ist wichtig für Dich?“. Über https://www.the-burning-river.com/ haben bereits Hunderte Antworten geliefert. Diese Statements aus aller Welt werden während der Feuer-Performance auf Wände projiziert.

Mit Ausstellungen bei der Bienale in Venedig, in Budapest und Berlin gehört Kuck zu den renommierten Nachwuchskünstlern Deutschlands. Vielleicht stellt er mit seiner Münchner Neon-Triologie die MCBW in ganz neues Licht…

Best Brands – green touch

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296 Marken waren im Rennen um die Best Brands. Aber Grün hat alles irgendwie überstrahlt.

Grund für nachhaltiges Nachdenken bei der Münchner XXL-Gala der Agentur Serviceplan war die Keynote von Dr. Jane Goodall. Die 85-Jährige ist UN-Friedensbotschafterin, eine Weltreisende in Sachen Naturschutz. 30 Jahre lang hat die Forscherin freilebende Schimpansen in Tansania beobachtet. Aus den Erkenntnissen entstand ihre Liebe zum blauen Planeten. Die versammelten Top-Entscheider bat sie, jeden Tag bei jeder Entscheidung an deren Umweltfolgen zu denken.

Löste nachhaltiges Nachdenken aus: Dr. Jane Goodall

Die Rede der sanften Umwelt-Aktivisten war die bewegendste in der 17jährigen Geschichte der Münchner Best Brands. Nach einer Stunde Vortrag gab´s „standing Ovations“.

Gastgeber Florian Haller mit den Meise Twins Nina und Julia

Es ist jedes Jahr ein Hochamt des Marketings, wenn Agenturvorstand Florian Haller mit seinem Team in den Bayerischen Hof lädt. Zu den „Best Brands“ kamen dieses Mal 650 Marketing-, Medien- und Wirtschaftsentscheider. Von Alibaba und Audi, über BMW, Facebook, McDonald´s, Puma, Huawai, bis zu Telekom und Nestlé waren die Großen der Branche mit von der Partie.

27 Prozent des Markenkerns bestehen heute aus Nachhaltigkeit und Umweltschutz, haben die Marktforscher der GfK herausgefunden. Mit ihren Sneakers aus Meeresplastik und dem voll recycelbaren Sportschuh erfüllt Adidas diese Anforderung perfekt. Stolz nahm Vorstand Harm Ohlmeyer den Best-Brands-Award in Empfang.

Die Best-Brands-Sieger: Ian Railton (Char-Broil), Oliver Kastalio (WMF), Katrin Huß (Dyson), Eberhard Brandes (WWF) und Harm Ohlmeyer (Adidas)

Die weiteren Gewinner des Abends: der Küchenedelausrüster WMF, die Umweltorganisation WWF, die Staubsaugermarke Dyson und der Grillproduzent Char-Broil.

Nicht alle Siegermarken machen übrigens Karriere. Im vergangenen Jahr wurde der Aperitif Lillet in München ausgezeichnet. Im aktuellen Top-Ten-Ranking taucht die Marke gar nicht mehr auf. Dafür rückte nun Char-Broil ins Rampenlicht. Den US-Hersteller von Grillgeräten kennt auch nicht jeder.

Wild & laut: die schwedische Rockband Mando Diao

Den Schlussakkord im Ballsaal des Bayerischen Hofs setzte die schwedische Rockband Mando Diao. Bei Jumbo-Lautstärke zitterten die Wände und so mancher Marketing-Mann suchte das Weite (z.B. LMU-Prof. Anton Meyer). In Reihe 1 und 2 dagegen wippte man tapfer zum Sound aus den Marshall-Türmen. Konditionsstark dabei: Eberhard Brandes, der Chef vom WWF. Auch Marianne Bullwinkel (RMS), Carsten Schwecke (media impact), Rainer Esser (die Zeit) und die beiden Serviceplan-GF Ronald Focken und Florian von Horstein hielten die Stellung bis zum letzten Gitarrenriff.

Nachbarn am Tegernsee: Medienmann Wolfram Weimer mit Hotelchef Korbinian Kobler

Anschließend war das Büffet für die 650 Gala-Gäste eröffnet. Auch dort viel Grün (marinierter Perlgraupen-Salat mit Frühlauch, Triangoli mit Waldpilzen), aber auch Nachhaltiges (Tartar vom Rind aus der Au, Rinderrücken mit Sauerrahm).

Kontakt läuft: der Hamburger Verleger Peter Strahlendorf mit Jens Hassler vom Flughafen München

Petra Strobl, die neue Pressechefin von Serviceplan, hatte eine ganze Journalisten-Brigade für die Best Brands mobilisiert. TV, Illustrierte, Zeitungen – alles da. Viele Promis kamen übrigens aus dem Reich vom Thomas Wagner dem Vermarktungschef von Pro7Sat1.

Buchautorin, Politikergattin und Ex-Kickbox-Champion Christine Theiss mit Marketing-Allrounder Peter Olsson

Besonders aktiv im Partygetümmel: Matthias Oden, Managing Director von „meedia“. Er trommelte auch für sein neues Printmagazin, das bald erscheinen soll. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Konkurrent „werben und verkaufen“ hat nämlich gerade ein paar Hundert Abos verloren. Der Münchner Marketing Club mit dem neuen Präsidenten Alexander Wunschel hat für seine Mitglieder gekündigt.

Ein Prosit auf die gelungene Gala: Boris Dolkhani (Bosch) mit Innegrit Volkhardt, der Chefin vom Bayerischen Hof und Florian Freiherr von Hornstein (Serviceplan)

Lotto goes Showbiz

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Mit Music- und Film-Awards spielt sich Lotto Bayern in die junge Zielgruppe.

München – Deutschlands Filmemacher lieben das Glück. „Mit 72 Einreichungen haben wir so viele Filme bekommen wie noch nie“, freute sich Friederike Sturm, Bayerns oberste Lotto-Chefin. Unter dem Signet der Glücksspirale hatte sie Deutschlands Kreative zum Award eingeladen. Gesucht wurden die besten 60-Sekunden-Clips zum Thema Glück. München, Dortmund, Berlin, Holzkirchen und Schwerte – die Sieger kamen aus ganz Deutschland.

Gute Stimmung beim GlücksSpirale Film Award im GOP Theater München

Der Promi-Faktor aber machte die Awardverleihung im Münchner GOP-Theater zu einer kleinen Filmgala: So konnte die Schauspielerin Nina Eichinger als Jury-Chefin gewonnen werden, neben Nova Meierhendrich, dem Filmproduzenten Christian Becker sowie Georg Seitz, dem Film- und Kulturchef von Bunte. Weiters in der ersten Reihe gesichtet: Ex-Fußballer Andreas Görlitz, TV-Moderator Michael Sporer und Verena Adami, die Ex-Pressechefin von MTV, die jetzt auch für Media Networx tätig ist.

Freundliche Juroren: Schauspielerin Nina Eichinger mit Bunte-Kulturchef Georg Seitz

Mit Hannes Wölfel und seiner Band kam richtig Stimmung in die „Glücks-Gala“. Praktisch: Wölfel ist Sieger des Lotto-Music-Awards.

Lotto-Musiksieger Hannes Wölfel & Band

Mit seiner Musik- und Filminitiative setzt Lotto Bayern seine Marketingoffensive fort. So startete kürzlich die Frühlingskampagne, die die Münchner Agentur FJR umsetzte („Achtung: Lottospielen kann Ihre Frisur zerstören.“). Außerdem gehören die bayerischen Glücksverwalter zu den aktivsten Sportsponsoren im Land: die Eisbahn in Königssee heißt ab Herbst Lotto Eisarena.

Glücksmoment für Berchtesgaden: Lotto übernimmt das Rodelbahnsponsoring

Die Profifußballer von Nürnberg und Augsburg, der Profibasketball, Tennis, der Ski World Cup in Garmisch und viele Amateursportler erhalten Lotto-Geld. Aber nicht Lotto selbst investiert in den Sport, sondern es ist der bayerische Finanzminister. Er gibt rund 50 Millionen Lotto-Euros pro Jahr in den Sport. Immerhin gehört Bayern zu den aktivsten Glückssuchern im Land. Jedenfalls konnte die Münchner Lotto-Zentrale für 2019 einen Umsatz in Höhe von 1,16 Milliarden Euro vermelden. 410 Millionen davon gingen ans Finanzministerium.

“Ich will kein Tabu”

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Was ist dran am Influencer-Hype? Die Agentur Plan.Net und Marella Precek brachten jetzt Licht ins Dunkel.

München – Die Influencer: Bewundert und belächelt, geliebt und beschimpft. Kaum ein anderes Thema trennt so klar die Alterszielgruppen. Wer Ü30 ist, der kann eigentlich nicht mehr so richtig mitreden. Trotzdem sind auch die Üs interessiert – und so drängte das Marketingvolk zum Afterwork ins Innovation Studio der Münchner Digitalagentur Plan.Net. Stargast des Abends: Mirella Precek, alias @mirellativegal: 26, 540.000 YouTube-Follower, 87 Mio. Aufrufe und 30.000 verkaufte Bücher („Kann man mal machen“).

Mirella Precek (re.), die sich als Vloggerin versteht, im Gespräch mit Theresa Timnik von Plan.Net

Kurz vor ihrem Liveauftritt in München zeigte Mirella auf YouTube, was sie so drauf hat. 12:42 Minuten Black Friday. Ach nöö, ein Shopping-Fan sei sie nicht mehr. Warum nicht mal Second Hand oder ganz verzichten? Und Schulden? Auch nöö. Von den Eltern gelernt. Der ganze Hype um den Black Friday sei doch eher Konsum ohne Nachhaltigkeit. Sie warnt und kritisiert, z.B. Amazon. Der Konzern habe ihr nämlich das Spiel „Tabu“ zum Kauf empfohlen. Mein Gott, hat sie doch schon: „Ich will kein Tabu.“

Den YouTube-Klipp der gebürtigen Nürnbergerin klickten 129.000 Fans. Mirellas Untersuchung der TV-Kandidaten von Love Island lief besser. 294.000 Aufrufe. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Die 26jährige erreicht jedenfalls Mega-Reichweiten in der jugendlichen Zielgruppe und damit lukrative Werbeverträge. Ein Manager kümmert sich ums Business.: „Ich kann sehr gut davon leben und war in dem Jahr sogar drei Monate werbefrei.“

Auch der blauhaarige Rezo gehört in die Gilde der gut verdienenden Influencer. Sein Video-Kommentar brachte die CDU in Turbolenzen. Aber er gehört zu einer Minderheit. Die Ladies wie Cathy Hummels oder Mirella beherrschen den Markt.

Erfolgreiche Kommunikation mit Top-Sportlern und Influencern: Nicolas Schwartz, Marketing-Manager von Under Armour

Theresa Timnik von Plan.Net glaubt, dass der Boom um die Influencer neue Rekorde erreichen wird. Untersuchungen in der DACH-Region gehen davon aus, dass die Influencer-Umsätze von 560 Millionen (2017) auf 900 Millionen Euro (2019) steigen werden.

Warum? Ganz einfach. 92 % der Fans glauben ihren Video-Stars, 79 % sind zufrieden mit deren Kaufempfehlungen und 64 % würden das Produkt sogar noch einmal kaufen.

„Wir lieben Influencer“, so das Motto der Marken. Kein Wunder: Sie sind schneller, billiger und cooler als jede TV-Kampagne. Und die Kreation kann dann auch nach Hause gehen…

Andreas Gabalier – die neue Marke Münchens

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München mal wieder auf Rekordkurs: Zu einem Gabalier-Mega-Konzert werden 170.000 Fans erwartet.

Zwei Bambis, Edelweis und viele Muskeln: So präsentiert sich Schwarzenegger-Fan Andreas Gablier zum Münchner Fan-Festival im kommenden Jahr

München – Rotes Halstuch, enge Lederhose und zünftige Volksmusi: So hat sich Andreas Gabalier innerhalb von zehn Jahren zur Top-Musikmarke. entwickelt. Andere Logos, wie Tournee-Sponsoren oder Konzert-Presenter, sind nicht vorgesehen im Cash-Konzept des österreichischen Musikers.

Das hat sich nun leicht geändert: die Landeshauptstadt München sitzt ab sofort zur Rechten des Alpen-Heroes. Als Unterstützer, als Förderer und als Partner des Gabalier-Fan-Festivals, am 15. August nächsten Jahres. Mindestens 100.000 Fans aus ganz Europa werden erwartet, aber 170.000 könnten´s auch werden, freut man sich im Management des Sängers.

Clemens Baumgärtner, Münchens Referent für Arbeit und Wirtschaft, verkündete stolz auf einer gemeinsamen Pressekonferenz „ein unglaublich tolles Musikprojekt“. Sieben Monate nach Amtsantritt positioniert sich damit der Politiker wirkungsvoll als Macher. Und auch Monika Dach, stellvertretende Chefin der Messe München, nickte beglückt. Das Gabalier-Fan-Festival soll auf dem Freigelände der Messe stattfinden. 44 Hektar sind dafür reserviert.

Medienvertreter aus ganz Europa kamen zur Pressekonferenz von Gabalier nach München

Was Lichtwoche, Medientage, MCBW oder andere Kommunalevents nicht schaffen, das bringt nächstes Jahr also der Alpen-Rocker nach München, nämlich internationale Beachtung. Andreas Gabalier, die neue Münchner Marke.

Die neue Münchner Marke: Andreas Gabalier (mitte) mit Management (re.) und seinen Partnern aus der Isarstadt (li.)

Es scheint, dass der 34-jährige (Geburtstag am 21.11.) München immer mehr ins Herz geschlossen hat. Sein Konzert im Olympiastadion wurde zu einem mehrstündigen Bestseller auf Servus-TV. Im Februar erhielt Gabalier hier den Karl-Valentin-Orden – und nun das Fanfestival im kommenden Jahr. Der erste Teil (bis 16 Uhr) wird kostenlos sein (Familien-Funpark, Handwerkervorführungen, etc.). Ab 16 Uhr kostet´s Eintritt zum wohl einzigen Gabalier-Konzert des Jahres (von 52,- bis über 400,- €).

München als Mittelpunkt der Volks-Rockn´-Roller-Welt. Immerhin…

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