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Februar 2026

Die neue Ossi-Zeitung: leider ohne Schneeballschlacht

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Das war ja fast wie früher: Die Menschen stürmten in die Geschäfte – und bekamen nix. Es geht um die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ). Drei Tage nach Ersterscheinung sprach der Verlag von „Versorgungsengpässen“, kündigte Nachlieferungen an. 43.000 Exemplare waren verkauft. Hier der Marketing-Check des neuen Print-Titels.

Erste Titelseite der neuen Wochenzeitung

Also rein PR-technisch kann der Berliner Verleger Holger Friedrich stolz sein. Die Konkurrenz sparte nicht an harter Kritik und/oder lobenden Hymnen – und so wurde die Ossi-Zeitung schnell bekannt. Der Einzelverkaufspreis liegt bei schlanken € 3,90, somit günstiger als die Zeit (€7,30) oder die SZ (€ 4,50).

Mit launiger Überschrift präsentierte sich das Autohaus Koch

„Unabhängig. Mutig. Gewaltfrei.“ So der Claim der neuen Wochenzeitung mit Sitz in Dresden. Es sollen Störfeuer gezündet und dem Zeitgeist die Leviten gelesen werden. Aber wie reagierte der Anzeigenmarkt auf solche Parolen?

Gratulierte: OAZ-Anzeigenkunde Gerhart Hauptmann Theater

Eigentlich gut. Immerhin kostet eine Seite Anzeige € 47.530,-, die halbe laut Preisliste € 23.814,-. Insgesamt 8 Seiten Anzeigen wurden zur Premiere verkauft (u.a. Gerhart Hauptmann Theater, Trade Republik, Möbel Höffner, Volvo Koch und der Friedrichstadt-Palast).

Auch dabei in der 1. Ausgabe: der Friedrichstadt-Palast

Bei allem Ernst („Warum ich kein Wessi mehr sein will“) und Selbstbewusstsein („Wir sind das neue Leitmedium aus dem Osten“), ist das Ressort Unterhaltung/Events in der OAZ irgendwie untern Tisch gefallen. Andere Leitmedien betreiben mit Kongressen erfolgreich Markenbildung und Leserbindung. In der Ossi-Zeitung gibt´s nur die üblichen Leserreisen (z.B. 4 Tage Usedom ab € 270,-).

Ein bisschen Spass muss sein

Kein Kongress, keine Kino-Preview, kein Cartoon, nix zum Schmunzeln, keine Überraschung. Und das zum Start. Dabei hätte z.B. der Aufruf zu einer internationalen Schneeballschlacht für großes Echo gesorgt (wie an der Münchner Pinakothek). Oder ein Gesangs-Flashmob mitten in Dresden. Aber auf 56 Seiten war kein Platz für Spaß und Unterhaltung. Kommt vielleicht noch…

Die „Blaue Blume“ aus München gewinnt in Berlin

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Die 76. Berlinale – wieder ein Hochamt des internationalen Filmdramas. Kein Wunder, dass da die Romantik-Initiative des Grünwalder Pay-Senders Romantic TV für positives Aufsehen sorgte. Der Kurzfilmaward die „Blaue Blume“ brachte etwas Sonne in die leicht dunkelgraue  Festivalszene von Berlin.

Stolze Siegerin: Karoline Herfurth

250 Gäste kamen zur Kuschel-Gala ins Frederick´s im Sony-Center. Auf dem Programm: Die von einer Jury gekürten besten Kurzfilme, die das „romantische Genre mit frischen Ideen bereichert haben“. Ein Höhepunkt war die Verleihung des Ehrenpreises an die Schauspielerin Karoline Herfurth für „ihre einfühlsame und visionäre Wirkung auf das romantische Genre“.
„Für mich schließt sich heute ein Kreis“, freute sich die Siegerin. „Ich wurde bereits 2014 für mein Regiedebüt, dem Kurzfilm ´Mittelkleiner Mensch` mit einer Blauen Blume ausgezeichnet.“

Stolz: CEO Tim Werner

Tim Werner, CEO der Mainstream Media, zu der Romance TV gehört, sieht sich in seiner Vision bestätigt. „Wir wollten jungen Talenten und dem romantischen Genre mehr Aufmerksamkeit und eine Bühne geben.“ Das sei gelungen. Vor 15 Jahren war der Romantic-Award erstmals ausgeschrieben.

Die Sieger der „Blauen Blume“ in den Kategorien bester Film, beste Regie und beste schauspielerische Leistung erhielten nicht nur Geldpreise zwischen 7.500,- und 2.500,- Euro, sondern auch einen Sendeplatz im Programm von Romance TV.

In Bild auf Seite 1

Zur Jury gehörten unter anderem Regisseurin Vivian Naefe, Bestsellerautorin Christiane Sadlo, DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath und Eva Pfaudler von der Bavaria Media.  

Tatsächlich hat die „Blaue Blume“ mit ihrem Berliner Event noch größere Bekanntheit erreicht: Die Bildzeitung kürte am nächsten Tag auf Seite 1 den Award aus München-Grünwald zum „Gewinner des Tages“.  

 

Abschied von Peter Gabler

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Lebenskunst ist, wenn man trotzdem lachen kann. Der Münchner Journalist Peter Gabler war so ein Lebenskünstler. Egal was kam, er blieb optimistisch, verbreitete mit Witz und Charme gute Laune. Jetzt ist der Food- und Lifestyle-Journalist in München verstorben.

Locker und lässig mit 70 auf der Harley: Lebenskünstler Peter Gabler

Ich, Peter Ehm, kannte ihn seit über 30 Jahren. Wir waren zusammen bei Bunte. Mit in unserem 3er-Ressort Journale & Lifestyle: Michael Tempel, der spätere Chefredakteur von FHM. Wir produzierten den Aufsehen erregenden Airline-Test „wer hat die hübschesten Stewardessen?“ oder die weltweite Untersuchung „ein Stück Erde für 30.000 Mark“.

Problealarm mit Verwirrung

Es gab aber auch viel zu Lachen. Wir erfanden die „kugelsichere Weste von Franz Zechmann“ und verwirrten die komplette Bunte-Belegschaft mit einer Sprint-Zeiten-Tabelle im Vorfeld eines Probe-Räumungsalarms („Bitte stellen Sie sofort die Trainingsläufe ab. Die sind nicht erlaubt.“).

Die Zigarre gehörte früher dazu

Peter Gabler war für jeden kreativen Scherz zu haben. Nach Bunte und Quick etablierte er sich als anerkannter Autor für die Bereiche Food und Reise. Lässig leben und genießen – das passte genau zu seinem Lifestyle. Kollegin Monika Kellermann: „Durch seine sympathische Art gewann er viele echte Freunde. Bei jeder Journalistenreise, bei jeder Restaurantvorstellung war Peter ein hochwillkommer Gast.“

Das Herz!

Für Peter Gabler war das Leben wichtiger als eine Lebensversicherung. Als die Umsätze zurückgingen, verkaufte er sein Taxi. Auch die Harley wurde versilbert und das Rauchen eingestellt. Was blieb: der regelmäßige Bunte-Veteranen-Treff im Münchner Punto Di Vino. Noch im September fuhren wir nach Franken und besuchten dort den „Aussteiger“ Michael Tempel. Wir hatten eine Riesengaudi. Aber Peter Gabler war angeschlagen. Das Herz.

Selfie mit 3 Bunte-Veteranen (v.l.): Gabler, Tempel, Ehm

In der Folge kam es immer häufiger zu Klinikaufenthalten. Seine Schwester Karin berichtet: „Bis zuletzt hat er Kochbücher gelesen, bestellte bei mir die Zutaten und hat nie geklagt.“

Peter Gabler starb am 24. Januar im Alter von 76 Jahren. Er hinterlässt Ehefrau Vera, zwei Kinder und zwei Enkel. Die Beerdigung ist am 12. Februar in Unterhaching.

 

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