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Gerhard und die starken Marken

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München – Von wegen München im Winterschlaf: Kurz nach der 5:0-ChampionsLeague-Gala des FC Bayern die Best-Bands-Gala von Serviceplan im Bayerischen Hof. Da knallen die Korken! Die Münchner Agentur feierte die besten Marken, die treuesten Kunden und natürlich sich selbst. Ein A-Termin für die deutsche Marketing-Szene. Zur 15. Auflage der Best Brands kamen 600 Marketing-Vips und Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Der einstige Chefvermarkter der SPD sorgte für Aufsehen.


Spritzig & witzig: Moderator Klaas Heufer-Umlauf

Gastgeber Florian Haller mit Altkanzler Gerhard Schröder und So-Yeon Kim

Bestens gelaunt:Anina Veigel und Waltraut von Mengden vom Verband der Zeitschriftenverlage Bayern

Mit dem Surfergruß holte sich Nike die Siegertrophäe bei SevenOne-Chef Thomas Wagner

Christiane Wolff (Serviceplan) mit Flughafen-Werber Martin Korosec

Florian von Hornstein (Serviceplan), Berater Bela Anda und Jochen Rotthaus (Bayer Leverkusen)

Viel Aufmerksamkeit, dichtes Gedränge: Start zu den Best Brands 2018

Ein prominenter Keynote-Speaker gehört zur Dramaturgie der Münchner Best Brands. Giovanni di Lorenzo (Zeit), Ex-Bundespräsident Christian Wulff und Apple-Co-Founder Steve Wozniak waren schon da. Nun also der Aufsichtsratschef von Hannover 96 und des Pipeline-Konsortiums NEGP, einer Gazprom-Tochter. „Herr Bundeskanzler, wir erwarten keine Rede. Wir erwarten einen Befehl“, so kündigte Moderator Klaas Heufer-Umlauf Stargast Schröder an. Der hatte vorher schon für große Aufmerksamkeit gesorgt. Der 73jährige brachte nämlich seine neue Liebe So-Yeon Kim (48) mit in den Bayerischen Hof. Die koreanische Wirtschaftsexpertin klatschte mehrere Male während des 90-Minuten-Vortrags ihres Lebensgefährten. Dabei ging
es weniger um Marken und Marketing, sondern um Politik global und national.
Nach Altkanzler Schröder durften die Siegermarken auf die Bühne: Ikea, Nivea, Lay´s und Nike. Die Gewinner wurden auf Basis umfangreicher GfK-Studien ermittelt.
Neu bei diesen 15. Best Brands: Keine Schecks mehr für die Sieger, die sich damit Medialeistung holen konnten. Angeblich hatte Tesla im vergangenen Jahr den Gutschein abgelehnt, weil man keinerlei Werbung schalte.
Auch ohne Schecks herrschte beste Stimmung und dichtes Gedränge am Buffet. Nach Cremesuppe vom Hokkaido Kürbis, Strozzapreti Pasta in Perigord-Trüffelrahm und Gelben Thai Curry ging die Gala bis spät in die Nacht.

Neues vom Sportsponsoring

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München/Düsseldorf – Es ist so was wie das Hochamt des internationalen Sportsponsorings: In Düsseldorf trifft sich für zwei Tage die Crème de la Crème der Szene. Es geht um Sport und Business. Deshalb heißt der Kongress SpoBis. Rund 3000 Besucher aus aller Welt erwartet der Veranstalter, die Fachzeitschrift Sponsors. 150 Referenten diskutieren über die Zukunft der Branche und nicht nur über den Fußball. Ein Top-Termin am 30. und 31. Januar.


Beim SpoBis: Gerhard Berger, DTM

Referiert über den WM-Sieg: DFB-Direktor Oliver Bierhoff

Christian Deuringer, Allianz

Uli Hoeneß vom FC Bayern

Gastgeber Marco Klewenhagen

Fußballkritisch: BayWa-Chef Klaus Josef Lutz

Thorsten Mattig von BMW

Null Bock auf Bundesliga: Wolfgang Grupp, Trigema
Was vor vielen Jahren zur Sportartikelmesse ISPO begann, hat sich in Düsseldorf in elf Jahren zum Top-Termin des Sportsponsorings entwickelt. Der Kongress in Düsseldorf ist zum Must geworden für Agenturen, Medien und Anbieter.
Ein Schwerpunkt beim diesjährigen SpoBis sind die chinesischen Marken, die sich zunehmend im Weltsport positionieren. Ein anderer Trend: die Selbstvermarktung der Clubs und Vereine. „Aber bei aller Inhouse-Euphorie dürfen dabei die digitalen Hausaufgaben nicht vernachlässigt werden“,sagt dazu Marco Klewenhagen von Sponsors
Die Hauptrolle beim SpoBis spielt aber der Fußball. Keine Sportart, die mehr Gelder auf sich zieht. Ist der Profi-Fußball im Wandel? Diese Frage soll beim Kongress prominent beantwortet werden. Die Diskutanten: Uli Hoeneß vom FC Bayern und Clemens Tönnies vom FC Schalke 04. Auf den Podien sind aber auch kritische Fußball-
Stimmen eingeplant. Zum Beispiel:
Wolfgang Grupp von Trigema. „Warum ich nicht mehr in die Bundesliga investiere.“ Oder BayWa-Chef Klaus Josef Lutz: „FC Bayern ja, aber Fußball nein.“
Weitere Programmpunkte u.a.:
Gerhard Berger über die „neue“ DTM, Oliver Bierhoff über den WM-Sieg 2014, Hansgrohe-CEO Thorsten Klapproth über seine Engagement im Radsport und Red-Bull-Manager Erich Wolf über „Air Race“. Die Allianz und Mercedes werden über ihre neuen Sponsoringkonzepte referieren und es geht um die Frage, welche Rolle Drohnen in Zukunft bei die Sportübertragungen spielen werden.
Zwei Tage Sportbusiness total in Düsseldorf. Die Stadt gehört übrigens zu den Hauptsponsoren des Kongresses, wie u.a. auch Philips, SAP, Allianz die Telekom und Eurosport. Die Ticketpreise gehen von 51 bis 2.170 Euro. Weitere Infos unter www.spobis.de

Lauf los, Amir!

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München/Arrecife – Weihnachtszeit, Geschenkezeit, Überraschungszeit. Ein ganz spezielles Kreativpaket aus dem Ressort Marketing landete kürzlich
auf der Kanareninsel Lanzarote. Absender: Seat. Verpacker: Amir Kassaei. Der einstige Frontman der deutschen Kreativszene dirigiert jetzt den weltweiten Auftritt von Seat. Und auf der kleinen Insel startete die VW-Tochter die Erschließung einer ganz neuen Zielgruppe. Es geht um die Extremläufer. Seat war Sponsor des „Haria Extreme“. 94 Kilometer
querfeldein über die Lavafelder. Eine Strategie mit vielversprechender
Laufleistung.

Eine Tortour unter Lanzarotes Wintersonne: der Haria Extreme über 94 Kilometer

Großauftritt im Runner´s High: Seat mit dem neuen SUV Arona

Die 50-Kilometermarke an der Famarabucht: Jetzt noch über 3000 Höhenmeter

Unten der Atlantik, oben blauer Himmel: dazwischen Blut, Schweiß und Tränen

Seit Jahrzehnten tummeln sich diverse VW-Marken auf den internationalen Sportplätzen. Audi fährt erfolgreich mit als Kfz-Ausrüster bei den großen Fußballclubs und ist unter anderem Hauptsponsor des alpinen Rennsports.
Skoda hat sich nachhaltig mit Eishockey positioniert, sponsert zusätzlich den internationalen Rennradsport. Und VW selbst ist in den letzten Vorbereitungen für einen Großauftritt im internationalen Fußball.
Als neuer Hauptsponsor der deutschen Nationalmannschaft und als Uefa-Sponsor bei der EM sollen ab 2019 rund 110 Millionen Euro fließen.
Außer kostengünstigem Randsport bleibt da für Seat nicht recht viel übrig. Tatsächlich fand Amir Kassaei, der Chief Creative Officer von DDB, eine entscheidende Lücke. Er gründete, mit Hauptsitz Barcelona, die exklusive Seat-Agentur C14torce. Immerhin jetzt 350 Mitarbeiter stark. Dann nahm man die Zielgruppe der Ultra-Läufer näher unter die Lupe. Diese Sportler sind nicht gerade vom Sponsoring verwöhnt. Trotz
Megaleistungen, wie die 100 Meilen von Berlin oder dem Ultra Trail Morokko Eco Sahara über 110 Kilometer, fehlt die Gesamtorganisation und damit eine zentrale Anlaufstelle.
In Spanien hat man diese marketingrelevante Schwachstelle beseitigt. Es gibt nun den organisierten „Spain Ultra Cup XL“. Sieben Mega-Läufe quer durchs Land, alle über 90 Kilometer lang. Und einer der härtesten ist der Lauf auf Lanzarote. „Ein Rennen, wie von einer anderen Welt“, so der Claim. Es geht 94 Kilometer über die scharfkantige Lava, 3.500 Höhenmeter inklusive. (Fotos oben). Inmitten des Runner´s High: Seat und sein neuer Arona, ein SUV (ab € 15.990,-). Interessanter Auftritt inmitten einer interessanten Zielgruppe: Gibt es doch Zehntausende von Ultraläufern, in der Regel gut verdienend, leistungsorientiert und reiselustig. Ein Potential, das Amir Kassaei schnellen Schrittes erobern kann. Ein Modell auch für die deutsche Langstrecke?
PS: Die Siegerzeit beim Haria Extreme war 8:58 Stunden.
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